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<title>Daniil Charms</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Daniil Charms</span></h1>
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<p><b>Daniil Charms</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Russische_Sprache" title="Russische Sprache">russisch</a></span> <span lang="ru-Cyrl" class="Cyrl" style="font-style:normal">Даниил Хармс</span>; eigentlich <span lang="ru-Latn" style="font-style:italic">Daniil Iwanowitsch Juwatschow</span>, <span lang="ru-Cyrl" class="Cyrl">Даниил Иванович Ювачёв</span>, wiss. <a href="Transliteration" title="Transliteration">Transliteration</a> <i>Daniil Ivanovič Juvačëv</i>; * 17.<sup><a href="Julianischer_Kalender" title="Julianischer Kalender">jul.</a></sup> / <span style="margin-left:-.1em"><a href="30._Dezember" title="30. Dezember">30. Dezember</a> <a href="1905" title="1905">1905</a><sup><a href="Gregorianischer_Kalender" title="Gregorianischer Kalender">greg.</a></sup></span> in <a href="Sankt_Petersburg" title="Sankt Petersburg">Sankt Petersburg</a>, <a href="Russisches_Kaiserreich" title="Russisches Kaiserreich">Russisches Kaiserreich</a>; † <a href="2._Februar" title="2. Februar">2. Februar</a> <a href="1942" title="1942">1942</a> in <a href="Sankt_Petersburg" title="Sankt Petersburg">Leningrad</a>, <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a>) war ein <a href="Russland" title="Russland">russischer</a> <a href="Schriftsteller" title="Schriftsteller">Schriftsteller</a> und <a href="Dichter" title="Dichter">Dichter</a>. Die meisten seiner Texte konnten erst im Zuge der <a href="Perestroika" title="Perestroika">Perestroika</a> gedruckt und damit einer größeren Öffentlichkeit bekannt werden. Der schriftstellerische <a href="Nachlass" title="Nachlass">Nachlass</a> umfasst alle <a href="Gattung_(Literatur)" title="Gattung (Literatur)">literarischen Gattungen</a>, sein Werk wird der <a href="Russische_Avantgarde" title="Russische Avantgarde">Avantgarde</a> zugerechnet. Charms nahm an den Gesprächen der Tschinari teil und war Mitbegründer der Künstlervereinigung <a href="OBERIU" title="OBERIU">OBERIU</a> (dt. „Vereinigung der Realen Kunst“).
</p><p>Er gehört zu den Schriftstellern, deren Werk sich ohne Kenntnis seiner Lebensumstände nur schwer erschließen lässt. Charms’ Freund, der Mathematiker und Philosoph Jakow Druskin, rettete den Nachlass nach dessen Verhaftung durch den <a href="NKWD" class="mw-redirect" title="NKWD">NKWD</a> aus der bombardierten Wohnung im <a href="Leningrader_Blockade" title="Leningrader Blockade">belagerten Leningrad</a> und bewahrte ihn für die Nachwelt auf.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Familie,_Schul-_und_Universitätsbesuch"><span id="Familie.2C_Schul-_und_Universit.C3.A4tsbesuch"></span>Familie, Schul- und Universitätsbesuch</h3></div>
<p>Daniil Iwanowitsch Juwatschow wurde am 17.<sup><a href="Julianischer_Kalender" title="Julianischer Kalender">jul.</a></sup> / <span style="margin-left:-.1em"><a href="30._Dezember" title="30. Dezember">30. Dezember</a> <a href="1905" title="1905">1905</a><sup><a href="Gregorianischer_Kalender" title="Gregorianischer Kalender">greg.</a></sup></span> in Sankt Petersburg geboren. Seine Mutter, Nadeschda Iwanowna Koljubakina (1869–1929), entstammte einer alteingesessenen Adelsfamilie aus dem <a href="Gouvernement_Saratow" title="Gouvernement Saratow">Gouvernement Saratow</a>. Sie leitete von 1900 bis 1918 in St. Petersburg ein Frauenasyl für entlassene Strafgefangene. Sein Vater, Iwan Juwatschow (1860–1940), war das siebte Kind einer Familie von Parkettpolierern im <a href="Anitschkow-Palais" title="Anitschkow-Palais">Anitschkow-Palais</a>. Er wurde als Mitglied der antizaristischen <a href="Narodnaja_Wolja" title="Narodnaja Wolja">Narodnaja Wolja</a> 1883 verhaftet und mit weiteren Offizieren 1884 verurteilt. Die Todesstrafe wurde in 15 Jahre Haft umgewandelt, von denen er zwölf als <a href="Zwangsarbeit" title="Zwangsarbeit">Zwangsarbeiter</a> auf <a href="Sachalin" title="Sachalin">Sachalin</a> verbrachte. Nach der vorzeitigen Begnadigung 1895 durfte er vier Jahre später nach St. Petersburg zurückkehren. Unter dem Pseudonym <i>Miroljubow</i> (dt. „der Friedliebende“) veröffentlichte er bis Ende der 1920er Jahre zahlreiche Schriften.
</p><p>Koljubakina und Juwatschow lernten sich 1902 in St. Petersburg kennen und heirateten am 16. April 1903. Der erstgeborene Sohn starb mit einem Monat, was die Mutter sehr belastete, wie sie in einem Brief ihrem Ehemann mitteilte. Ein Jahr darauf wurde Daniil geboren, der mit der 1909 geborenen Schwester Jelisaweta aufwuchs. Eine weitere Tochter der Familie starb 1920 im Alter von acht Jahren.
</p><p>In den ersten vierzehn Ehejahren war Juwatschow als Revisor der staatlichen Sparkassen beruflich viel unterwegs. Das Ehepaar schrieb sich in dieser Zeit viele Briefe,<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aus deren mütterlichen Beilagen für den Vater die ältesten Handschriften von Charms stammen. Die Briefe der Mutter erlauben Einblicke in die Entwicklung des Kindes. Der Vater widmete sich seinem Sohn mit Erziehungsratschlägen, die seiner strengen und <a href="Askese" title="Askese">asketischen Lebensweise</a> entsprachen. Schon früh begann die <a href="Russisch-Orthodoxe_Kirche" title="Russisch-Orthodoxe Kirche">russisch-orthodoxe</a> Erziehung der Eltern. Die Mutter brachte dem zweijährigen Daniil bei, sich zu bekreuzigen und zu verbeugen. Auch der Vater, in der langjährigen Haft zum gläubigen Christen gewandelt, widmete sich der religiösen Erziehung. Die Bibellektüre war fest im Alltag verankert. In Charms’ privaten Aufzeichnungen und Werk spielt <a href="Symbol#In_der_Religion" title="Symbol">religiöse Symbolik</a> bis hin zur Beschäftigung mit <a href="Okkultismus" title="Okkultismus">okkulten Themen</a> eine wichtige Rolle.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Die alltägliche Korrespondenz im Elternhaus prägte Charms’ Hinwendung zur Schrift und zum Schreiben früh. Er lernte mit knapp fünf Jahren Lesen und konnte ganze Erzählungen auswendig; nach Angaben der Mutter schrieb er mit sechs Jahren fehlerfrei. Die Eltern förderten die sprachliche Entwicklung der Kinder, indem sie englisch- und deutschsprachige Erzieherinnen einstellten und den Besuch der prestigeträchtigen deutschsprachigen <a href="Petrischule" title="Petrischule">St. Petri-Schule</a> ermöglichten. 1915 kam Charms in die erste Klasse, wo er neben Deutsch auch Englisch lernte. 1922 musste er die Schule jedoch wegen schlechter Noten und unangepassten Verhaltens vorzeitig verlassen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anschließend besuchte er die Zweite Sowjetische Arbeiter-Einheitsschule im Petersburger Vorort <a href="Puschkin_(Stadt)" title="Puschkin (Stadt)">Detskoje Selo</a>, auf der er am 14. Juli 1924 die Hochschulreife erwarb.
</p><p>Anschließend nahm Charms sein Studium am Elektrotechnikum in Leningrad auf, das er nach einem Jahr abbrach. Auch das 1926 begonnene Studium an der von <a href="Boris_Michailowitsch_Eichenbaum" title="Boris Michailowitsch Eichenbaum">Boris Eichenbaum</a> geleiteten Filmabteilung des Instituts für Kunstgeschichte in Leningrad beendete er nicht. Seine Einträge in den Tagebüchern zeugen jedoch von seinem ernsthaften Interesse an den Inhalten des Studiums.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hier lernte er die beiden Regisseure <a href="Leonid_Sacharowitsch_Trauberg" title="Leonid Sacharowitsch Trauberg">Leonid Trauberg</a> und <a href="Grigori_Michailowitsch_Kosinzew" title="Grigori Michailowitsch Kosinzew">Grigori Kosinzew</a> kennen, die der experimentellen Theatergruppe FEKS angehörten, die sein Werk stark beeinflussten. Als Gemeinsamkeiten werden beispielsweise der trivialisierte Avantgardismus, das Spiel mit der Absurdität und die banalisierte Übersteigerung des Alltäglichen angesehen.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Frühjahr seines ersten Studienjahrs lernte Charms Ester Alexandrowna Rusakowa kennen, deren Ehe 1927 geschieden wurde. Rusakowa und Charms heirateten am 5. März 1928 und führten bis zur Scheidung 1933 eine temperamentvolle Ehe. In dieser Zeit 1928–1932 war Charms befreundet mit der <a href="Maler" class="mw-redirect" title="Maler">Malerin</a> und <a href="Illustrator" title="Illustrator">Illustratorin</a> <a href="Alisa_Iwanowna_Poret" title="Alisa Iwanowna Poret">Alisa Poret</a>, die jedoch nicht seine <a href="Gedicht" class="mw-redirect" title="Gedicht">Gedichte</a> und <a href="Erz%C3%A4hlung" title="Erzählung">Erzählungen</a> illustrierte (bis 1980).<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im August 1933 begegnete Charms Marina Malitsch, die er am 16. Juli 1934 heiratete. Die beiden lebten – wie es in der damaligen Sowjetunion typisch war – in einer Gemeinschaftswohnung („<a href="Kommunalka" title="Kommunalka">Kommunalka</a>“) zusammen mit Charms’ Eltern und der Familie seiner Schwester. Wie andere russische Schriftsteller auch, beispielsweise <a href="Joseph_Brodsky" title="Joseph Brodsky">Joseph Brodsky</a>, verarbeitete Charms in seinem Werk Szenen aus dem Leben in der Kommunalka.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Von_Juwatschow_zu_Charms">Von Juwatschow zu Charms</h3></div>
<p>Charms unterschrieb seine Texte mit verschiedenen <a href="Pseudonym" title="Pseudonym">Pseudonymen</a>: „Chcharms“, „Chorms“, „Protoplast“, „Iwanowitsch Dukon-Charms“, „Garmonius“ oder „Satotschnik“. Seinen Vornamen änderte er jedoch nicht. Sein häufigstes – „Charms“ – war als Künstlername im Pass eingetragen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Bedeutung ist nicht eindeutig geklärt. Vermutet werden Entlehnungen aus französisch <i>charme</i> (dt. „Zauber“), englisch <i>charm</i> (dt. „Zauber“) bzw. englisch <i>harm</i> (dt. „Schaden“, „Unglück“), aber auch lautliche Anlehnungen an den Namen seiner Deutschlehrerin Jelisaweta Harmsen sowie an den von Charms bewunderten <a href="Sherlock_Holmes" title="Sherlock Holmes">Sherlock Holmes</a> (russ. „Scherlok Cholms“) könnten eine Rolle gespielt haben.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sein ältestes überliefertes Gedicht aus dem Jahr 1922 unterschrieb er mit „D. Ch.“ und wird daher als ältester Beleg für das Pseudonym „Charms“ angesehen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den Kinderzeitschriften und Kinderbüchern verwendete er „Kolpakow“, „Karl Iwanowitsch Schusterling“ und andere.
</p><p>Charms pflegte einen für die damalige Zeit ungewöhnlichen Kleidungsstil, der mit Sherlock Holmes in Verbindung gebracht wurde.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieser Hang wird bereits für den 18-Jährigen von einer Mitschülerin beschrieben: Charms trug beige-braune Kleidung, ein kariertes Jackett, Hemd und Krawatte, Golfhosen. Im Mund eine kleine Pfeife.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nahestehende Menschen mahnen jedoch eine differenzierte Sichtweise an. So betont Jakow Druskin, dass viele Forscher Charms auf die zweijährige Phase von OBERIU, den extravaganten Kleidungsstil und die Inszenierung von Theateraufführungen reduzieren.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Marina Malitsch, Charms’ Ehefrau, äußert sich ähnlich: „Leute, die sagen, Danja hätte eine Narrenmaske getragen, haben nicht ganz unrecht, denke ich. Wahrscheinlich hat diese Maske sein Verhalten tatsächlich bestimmt. Obwohl ich sagen muß: Die Maske erschien sehr natürlich, es war leicht, sich an sie zu gewöhnen.“<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Peter Urban, der Charms als Erster ins Deutsche übersetzte, besuchte 1972 den Schriftsteller Nikolai Chardschiew (1903–1996) in Moskau, der Manuskripte von Charms besaß. Als Urban wissen wollte, wie Charms es ertragen hat, mit der Aussicht zu leben, nie auch nur eine Zeile veröffentlichen zu können, lautete die ganze Antwort von Chardschiew, der dabei weinte: „Charms war nicht für diese Welt geschaffen. Er war zu zerbrechlich, zu zart“.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kulturelles,_soziales_und_politisches_Milieu"><span id="Kulturelles.2C_soziales_und_politisches_Milieu"></span>Kulturelles, soziales und politisches Milieu</h3></div>
<p>Daniil Charms erlebte als Erwachsener den Umbruch zwischen zaristischer Vergangenheit und sowjetischer Zukunft. Als er im <a href="Russische_Revolution_1905" title="Russische Revolution 1905">Revolutionsjahr 1905</a> geboren wurde, war St. Petersburg seit zwei Jahrhunderten Hauptstadt und bis 1918 Schauplatz aller wichtigen Revolutionen. Die nach der <a href="Oktoberrevolution" title="Oktoberrevolution">Oktoberrevolution</a> einsetzende Hungersnot und der <a href="Russischer_B%C3%BCrgerkrieg" title="Russischer Bürgerkrieg">Bürgerkrieg</a> ließ die Einwohnerzahl von 2,5 Millionen auf 722.000 im Jahr 1920 sinken. Auch die Familie Juwatschow verließ die Stadt und verbrachte einige Zeit im Haus der Großeltern mütterlicherseits in der Gegend von Saratow.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit dem Umsturz endete auch das <a href="Silbernes_Zeitalter_(russische_Literatur)" class="mw-redirect" title="Silbernes Zeitalter (russische Literatur)">Silberne Zeitalter</a> mit seinen literarischen Hauptströmungen <a href="Symbolismus_(Literatur)#Russischer_Symbolismus" title="Symbolismus (Literatur)">Symbolismus</a>, <a href="Akmeismus" title="Akmeismus">Akmeismus</a> und <a href="Futurismus" title="Futurismus">Futurismus</a>. Die heterogene, provokative Richtung des Futurismus spielte besonders mit den Wortwurzeln und Klangelementen der Sprache und war Vorbild für Charms. In der Malerei drückte sich der Futurismus in der <a href="Abstrakte_Malerei" title="Abstrakte Malerei">abstrakten Kunst</a> aus, deren wichtigster Vertreter in St. Petersburg <a href="Kasimir_Sewerinowitsch_Malewitsch" title="Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch">Kasimir Malewitsch</a> („<a href="Kubofuturismus" title="Kubofuturismus">Kubofuturismus</a>“) war.
</p>
<p>1925 lernte Charms den Dichter <a href="Alexander_Iwanowitsch_Wwedenski_(Dichter)" title="Alexander Iwanowitsch Wwedenski (Dichter)">Alexander Wwedenski</a> kennen, der seit der gemeinsamen Schulzeit mit dem Philosophen <a href="Leonid_Saweljewitsch_Lipawski" title="Leonid Saweljewitsch Lipawski">Leonid Lipawski</a> und Jakow Druskin befreundet war.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Charms fand Anschluss an diesen Kreis, mit dem er sein Leben lang eine enge Freundschaft über alle Gruppierungen hinweg pflegte. Druskin nennt in seinen Tagebüchern Namen und Titel, die ihn und seine Freunde prägten.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dazu gehören die Philosophen <a href="Nikolai_Onufrijewitsch_Losski" title="Nikolai Onufrijewitsch Losski">Nikolai Losski</a> und <a href="Wladimir_Sergejewitsch_Solowjow" title="Wladimir Sergejewitsch Solowjow">Wladimir Solowjow</a>, die Dichter und Futuristen <a href="Welimir_Chlebnikow" title="Welimir Chlebnikow">Welimir Chlebnikow</a>, <a href="Alexei_Jelissejewitsch_Krutschonych" title="Alexei Jelissejewitsch Krutschonych">Alexei Krutschonych</a> und der frühe <a href="Wladimir_Wladimirowitsch_Majakowski" title="Wladimir Wladimirowitsch Majakowski">Majakowski</a> sowie die Filme <i><a href="Das_Cabinet_des_Dr._Caligari" title="Das Cabinet des Dr. Caligari">Das Cabinet des Dr. Caligari</a></i> oder <i><a href="Dr._Mabuse%2C_der_Spieler" title="Dr. Mabuse, der Spieler">Dr. Mabuse, der Spieler</a></i>. Als prägende Schriftsteller werden <a href="Gustav_Meyrink" title="Gustav Meyrink">Gustav Meyrink</a>, <a href="Knut_Hamsun" title="Knut Hamsun">Knut Hamsun</a> und besonders die Werke von <a href="Sigmund_Freud" title="Sigmund Freud">Sigmund Freud</a> genannt, von denen bis zum Verbot 1936 allein im Staatsverlag 28 der 50 russischen Übersetzungen erschienen waren.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den 1920er Jahren hatte die <a href="Psychoanalyse" title="Psychoanalyse">psychoanalytische</a> Bewegung in der Sowjetunion ihren Höhepunkt und beschäftigte auch andere Vertreter der Avantgarde.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Künstlerische_Zirkel_und_erste_Verhaftung"><span id="K.C3.BCnstlerische_Zirkel_und_erste_Verhaftung"></span>Künstlerische Zirkel und erste Verhaftung</h3></div>
<p>Charms war nicht nur in verschiedenen, unterschiedlichen künstlerischen Gruppierungen, er pflegte auch sonst vielfältige Kontakte, die über seine systematisch geführten Aufzeichnungen namentlich erschlossen werden können. Darunter befanden sich etwa 150 Schriftsteller, mehr als 60 Schauspieler und Regisseure sowie um die 50 Maler.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1925 traf Charms den Dichter und Kunstwissenschaftler Alexander Tufanow, der mit seiner Dichtung an <a href="Welimir_Chlebnikow" title="Welimir Chlebnikow">Welimir Chlebnikow</a> anknüpfte, für seine <a href="Phonem" title="Phonem">phonematischen</a> Experimente bekannt war und zu den letzten gehörte, der noch in der zaum’-Lauttradition schrieb. Die erste Schriftstellervereinigung, der Charms beitrat, war der von Tufanow gegründete Orden <i>DSO</i>. Im Herbst 1925 benannten sie sich in <i>Samowtschina</i> um und anschließend in <i>Linke Flanke</i>.
</p><p>Gemeinsam mit Wwedenski formierte Charms 1926 die <i>Vereinigung der Tschinari</i> (dt. „Rang“, „Beamter“), einen privaten Freundeskreis, in dem die beiden Philosophen Druskin und Lipawski eine wichtige Rolle spielen und der sich vor allem mit religiösen Fragen beschäftigte. Erhalten sind die Protokolle der Gespräche aus den Jahren 1933 und 1934.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch in offiziellen Verbänden war Charms Mitglied. So wurde er am 26. März 1926 in den <i>Allrussischen Dichterverband</i> aufgenommen, aus dem er jedoch wegen nichtgezahlter Mitgliedsbeiträge am 30. September 1929 wieder ausgeschlossen wurde.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am 1. Juli 1934 trat er dem 1932 gegründeten <i><a href="Schriftstellerverband_der_UdSSR" title="Schriftstellerverband der UdSSR">Schriftstellerverband der UdSSR</a></i> bei.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>1927 gründete er zusammen mit Wwedenski und <a href="Nikolai_Alexejewitsch_Sabolozki" title="Nikolai Alexejewitsch Sabolozki">Nikolai Sabolozki</a> die Künstlervereinigung <a href="OBERIU" title="OBERIU">OBERIU</a> (dt. „Vereinigung der Realen Kunst“), die in ihrem Manifest die Berechtigung verschiedener Kunstrichtungen – Literatur, Bildende Kunst, Theater und Film – nebeneinander forderte. Die erste öffentliche Veranstaltung <i>Drei linke Stunden</i> fand am 24. Januar 1928 im Haus der Presse statt. Während der ersten Stunde, die unter dem Motto <i>Die Kunst ist ein Schrank</i> stand, krochen, gingen oder saßen die Oberiuten auf einem schwarz lackierten Schrank.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Theaterstunde wurde Charms’ Stück <i>Jelisaweta Bam</i> uraufgeführt. Der selbstgedrehte Antikriegsstummfilm <i>Der Fleischwolf</i> wurde in der dritten Stunde von Live-Jazzmusik begleitet gezeigt.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im April 1930 wurde OBERIU nach kommunistischer Zeitungskritik von der politischen Führung für staatsfeindlich erklärt und verboten.
</p><p>Seinen vermutlich letzten Auftritt vor einer größeren Öffentlichkeit hatte Charms auf der Trauerfeier für Malewitsch, als er am 17. Mai 1935 in dessen Wohnung sein Gedicht <i>Auf den Tod Kasimir Malewitsch’</i> vortrug.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Spätere Auftritte fanden nur noch vor Kindern und Jugendlichen statt.
</p><p>Er sah nur zwei seiner Gedichte für Erwachsene gedruckt: 1926 <i>Vorfall auf der Eisenbahn</i> (russ. „Slučaj na železnoj doroge“) im Lyrikalmanach des <i>Allrussischen Dichterverbands</i>,<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und 1927 <i>Gedicht des Pjotr Jaschkin</i> (russ. „Stich Pjotra Jaškina“) in einem <a href="Sammelband" title="Sammelband">Sammelband</a> des Leningrader Dichterverbands. Seine <a href="Prosa" title="Prosa">Prosawerke</a>, Theaterstücke und <a href="Gedicht" class="mw-redirect" title="Gedicht">Gedichte</a> kannten nur wenige, nahestehende Menschen. Geplante Buchpublikationen scheiterten. Beispielsweise stellte er im August 1928 einen Sammelband zusammen, der in Paris erscheinen sollte („<a href="Tamisdat" title="Tamisdat">Tamisdat</a>“). Auch der im Frühjahr 1929 gemeinsam mit anderen Leningrader Autoren geplante Sammelband <i>Die Wanne des Archimedes</i> konnte nicht erscheinen.
</p>
<p>Charms wurde das erste Mal am 10. Dezember 1931 verhaftet unter der Anschuldigung der „Gründung einer antisowjetischen monarchistischen Organisation im Bereich der Kinderlitaratur“, sie seien „absichtlich mit sinnlosen Gedichten aufgetreten, um die Arbeiter vom Aufbau des Sozialismus abzulenken.“<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Das gleiche Schicksal ereilte Tufanow, Wwedenski, Bachterew und andere Schriftsteller. Am Tag nach der Verhaftung gab Charms zu Protokoll:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Ich arbeite im Bereich der Literatur. Ich bin kein politisch denkender Mensch, sondern die Frage, die mir nahesteht, ist: die Literatur. Ich erkläre, daß ich im Bereich der Literatur mit der Politik der Sowjetregierung nicht einverstanden bin, und wünsche als Gegengewicht zu den in diesem Punkt bestehenden Maßnahmen die Freiheit der Presse, sowohl für mein eigenes Werk als auch für das literarische Schaffen der mir nahestehenden Literaten, die mit mir eine eigene literarische Gruppe bilden.“<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Im Frühjahr 1932 wurde er wegen „Beteiligung an einer <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">antisowjetischen</a> illegalen Vereinigung von Literaten“ zu drei Jahren <a href="Verbannung" title="Verbannung">Verbannung</a> nach <a href="Kursk" title="Kursk">Kursk</a> gemeinsam mit Wwedenski verurteilt. Sein Vater bewirkte die vorzeitige Freilassung nach Leningrad am 18. November 1932.
</p><p>Die russische <a href="Lyrik" title="Lyrik">Lyrikerin</a> und <a href="Essay" title="Essay">Essayistin</a> <a href="Olga_Borissowna_Martynowa" class="mw-redirect" title="Olga Borissowna Martynowa">Olga Martynowa</a> erinnert jedoch auch an das Alltägliche, das Dichter in einem totalitären Staat erleben. Es gäbe nicht nur Hausdurchsuchungen und Verhaftungen, sondern auch das Gefühl,
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„nicht zugehörig zu sein, arm zu sein, schlecht gekleidet zu sein, in einem dürftigen Ambiente zu wohnen, den anderen, die über bessere Anpassungsfähigkeiten verfügen, als ein sonderbarer Kauz vorzukommen. Man muss sehr widerstandsfähig sein, um sich von der allgemeinen Ästhetik abzuwenden und in einem winzigen Kreis eine autonome Welt zu schaffen.“<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schriftsteller_und_Rezitator_für_Kinder"><span id="Schriftsteller_und_Rezitator_f.C3.BCr_Kinder"></span>Schriftsteller und Rezitator für Kinder</h3></div>
<p>Die Kinderbuch- und Zeitschriftenkultur entwickelte sich ab Mitte der 1920er Jahre in der Sowjetunion.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Leningrader Abteilung für Kinderliteratur des Staatsverlags wurde seit 1925 von <a href="Samuil_Jakowlewitsch_Marschak" title="Samuil Jakowlewitsch Marschak">Samuil Marschak</a> gemeinsam mit Nikolai Oleinikow und <a href="Jewgeni_Lwowitsch_Schwarz" title="Jewgeni Lwowitsch Schwarz">Jewgeni Schwarz</a> geleitet. Marschak gilt neben <a href="Kornei_Iwanowitsch_Tschukowski" title="Kornei Iwanowitsch Tschukowski">Kornei Tschukowski</a> als Klassiker der sowjetischen Kinderliteratur.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit <a href="Maxim_Gorki" title="Maxim Gorki">Maxim Gorkis</a> Rückendeckung konnte er sich bis Mitte der 1930er Jahre eine gewisse Unabhängigkeit bewahren.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für ältere Kinder wurde ab 1928 die Zeitschrift <i>Josch</i> (dt. „Igel“) und für jüngere ab 1930 die Zeitschrift <i>Tschisch</i> (dt. „Zeisig“) herausgegeben. Beide Zeitschriften besaßen in den ersten Jahren einen spielerischen, künstlerischen und intellektuellen Reichtum,<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der von den Oberiuten sehr geprägt werden sollte.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Nach der Veranstaltung <i>Drei linke Stunden</i> bot Marschak den Oberiuten die Mitarbeit an.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Obwohl Charms noch nie für Kinder geschrieben hatte, sah Marschak in den Sprachspielen und bisweilen mystischen Inhalten seiner Erwachsenenliteratur Umsetzungsmöglichkeiten für Kinderliteratur.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er verstand, dass alles, was an den Oberiuten kritisiert wurde – die zaum’-Lyrik, übermäßige Beachtung der Form, Wortschöpfungen u. a. – ein Vorteil in der Kinderliteratur sein würde.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zur damaligen Zeit war es nicht ungewöhnlich, dass Autoren für Erwachsene auch für Kinder schrieben wie in St. Petersburg beispielsweise <a href="Ossip_Emiljewitsch_Mandelstam" title="Ossip Emiljewitsch Mandelstam">Ossip Mandelstam</a>, <a href="Boris_Leonidowitsch_Pasternak" title="Boris Leonidowitsch Pasternak">Boris Pasternak</a>, <a href="Nikolai_Semjonowitsch_Tichonow" title="Nikolai Semjonowitsch Tichonow">Nikolai Tichonow</a>, <a href="Wiktor_Borissowitsch_Schklowski" title="Wiktor Borissowitsch Schklowski">Wiktor Schklowski</a> und <a href="Michail_Leonidowitsch_Slonimski" title="Michail Leonidowitsch Slonimski">Michail Slonimski</a>.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den folgenden Jahren erschienen im <i>Josch</i>, im <i>Tschisch</i> und als eigenständige Buchpublikationen zahlreiche Texte von Charms und begründeten seinen Ruf als Schriftsteller für Kinder. Bereits 1928, dem ersten Jahr seiner Mitarbeit, wurden sein Gedicht <i>Iwan Iwanowitsch Samowar</i> und die drei Erzählungen <i>Die Reise nach Brasilien oder Wie Kolja Pankin nach Brasilien flog und Petja Erschow ihm nichts glauben wollte</i>, <i>Erstens und zweitens</i> und <i>Die alte Frau, die Tinte kaufen wollte</i> im <i>Josch</i> gedruckt; außerdem erschienen vier Kinderbücher mit einem Umfang von ein bis zwei Bogen Papier in Massenauflagen. In den folgenden Jahren kamen nicht selten nach Abdruck im <i>Josch</i> oder <i>Tschisch</i> gleichnamige Bücher als eigenständige Publikationen heraus wie beispielsweise die von <a href="Wladimir_Jewgrafowitsch_Tatlin" title="Wladimir Jewgrafowitsch Tatlin">Wladimir Tatlin</a> illustrierte Erzählung <i>Erstens und zweitens</i> oder der von <a href="Wera_Michailowna_Jermolajewa" title="Wera Michailowna Jermolajewa">Wera Jermolajewa</a> illustrierte Gedichtband <i>Iwan Iwanowitsch Samowar</i>. Diese Bücher erreichten zu Lebzeiten Charms’ bis zu 20 Auflagen. Im Januar 1934 erfand er die Figur der <i>Klugen Mascha</i> für den <i>Tschisch</i>,<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die Abenteuer bestehen musste. Bei den Kindern sehr beliebt, bekam sie viele Briefe und Anrufe.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1940 kam sein letztes Kinderbuch <i>Fuchs und Hase</i> heraus und im Frühjahr 1941 wurden die letzten Erzählungen im <i>Tschisch</i> gedruckt.
</p><p>Seine Kindergedichte weisen einen <a href="Nonsens" title="Nonsens">Nonsens</a>-Charakter auf und die anekdotischen Gedichte erinnern an seine Erwachsenenliteratur, er schrieb aber auch philosophische Gedichte und verwendete in Erzählungen Wort- und Satzspiele.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aber nicht nur in gedruckter Form, sondern auch bei <a href="Rezitation" title="Rezitation">Rezitationen</a> in Clubs oder Pionierpalästen trat Charms auf. Die Begeisterung der Kinder wird von einigen Zeitzeugen in deren Erinnerungen beschrieben:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Die Kinder ließen sich von Charms’ finsterem Aussehen nicht täuschen. Sie hatten ihn nicht nur sehr gern, er verzauberte sie förmlich. Ich habe Charms oft auftreten sehen und hören. Und immer das gleiche. Der Saal lärmt. Daniil Charms kommt auf die Bühne und murmelt etwas. Nach und nach werden die Kinder still. Charms spricht nach wie vor leise und finster. Die Kinder lachen prustend. Dann verstummen sie – was sagt er? […] Dann konnte er mit den Kindern machen, was er wollte – sie schauten ihm atemlos auf den Mund, völlig gefangen vom Wortspiel, vom Zauber seiner Gedichte, von ihm selbst.“<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Dabei wird überliefert, er habe Kinder nicht ausstehen können,<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und sei darauf sogar stolz gewesen.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Private Korrespondenz zeigt, dass er durchaus unkonventionell über Kinder gesprochen hat.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dieser scheinbaren Diskrepanz wurde jedoch auch die Anziehungskraft seiner Texte erklärt: „Das Angebot der Kommunikation […] pocht dadurch auf seine Ernsthaftigkeit, dass es diese erschwert und die Distanz der Standpunkte betont.“<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zweite_Verhaftung_und_Tod">Zweite Verhaftung und Tod</h3></div>
<p>Auf dem Höhepunkt des <a href="Gro%C3%9Fer_Terror_(Sowjetunion)" title="Großer Terror (Sowjetunion)">Großen Terrors</a> 1937 wurde Charms erneut politisch angegriffen. Dieses Mal wegen eines Gedichts im <i>Tschisch</i>, in dem ein Mensch aus dem Haus geht, verschwindet und nicht wieder zurückkehrt. Seine Wahrnehmung der Situation verdeutlicht der Tagebucheintrag vom 1. Juni:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Eine noch schrecklichere Zeit ist für mich gekommen. Im Detizdat [dt. ‚Verlag für Kinderliteratur‘] haben sie sich an irgendwelchen Gedichten von mir gestoßen und fangen an, mich zu unterdrücken. Man druckt mich nicht mehr. Man zahlt mir das Geld nicht aus und begründet das mit irgendwelchen zufälligen Verzögerungen. Ich fühle, dort geht etwas Geheimes, Böses vor. Wir haben nichts zu essen. Wir hungern fürchterlich.“<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Im folgenden Jahr konnte er gar nichts mehr veröffentlichen. Ob Charms tatsächlich Assoziationen mit verhafteten Menschen wecken wollte, was ziemlich gefährlich gewesen wäre, ist ungeklärt. Seine Ehefrau bringt eine andere Lesart ins Spiel, da ihr Charms in jener Zeit vorgeschlagen habe, einfach wegzugehen und sich im Wald zu verstecken.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aber nicht nur die wirtschaftliche Situation war bedrohlich, auch sein soziales Gefüge änderte sich radikal: am 3. Juli Verhaftung von Nikolai Oleinikow, der am 24. November 1937 erschossen wurde; Verbannung von Oleinikows Frau; der verantwortliche Redakteur des <i>Joschs</i> starb im Lager, die Redaktionssekretärin des Kinderbuchverlags verbrachte 17 Jahre im Lager; am 6. August weitere Verhaftungen von Mitarbeitern des Kinderbuchverlags, von denen manche ermordet wurden wie der Physiker <a href="Matwei_Petrowitsch_Bronstein" title="Matwei Petrowitsch Bronstein">Matwei Bronstein</a>; am 28. August Verhaftung der Familie von Charms’ erster Frau: Ester kam 1938 im Lager um, ihre vier Geschwister wurden zu 10 Jahren Lager verurteilt; am 5. September Zerschlagung von Marschaks Redaktion und Flucht von Marschak; am 14. September Verhaftung des ehemaligen Redaktionssekretärs des <i>Joschs</i>.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 23. Oktober 1937 schrieb Charms in sein Tagebuch:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Mein Gott, ich habe nurmehr eine einzige Bitte an Dich: vernichte mich, zerschlage mich endgültig, stoße mich in die Hölle, laß mich nicht auf halbem Wege stehen, sondern nimm von mir die Hoffnung und vernichte mich schnell, in Ewigkeit.“<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Und eine Woche später: „Mich interessiert nur der ‚Quatsch‘, was keinerlei praktischen Sinn hat. Mich interessiert das Leben nur in seiner unsinnigen Erscheinung.“<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Zwei Monate nach dem <a href="Deutsch-Sowjetischer_Krieg" title="Deutsch-Sowjetischer Krieg">deutschen Überfall</a> auf die Sowjetunion wurde Charms am 23. August 1941 zum zweiten Mal verhaftet. Dieses Mal wurde ihm die Verbreitung defätistischer Propaganda vorgeworfen.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im rechtsmedizinischen Gutachten vom gleichen Tag heißt es: „Er ist orientierungsfähig. Er hat fixe Ideen, die Wahrnehmung ist gemindert. Er gibt absonderliche Vorstellungen von sich.“<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diagnostiziert wird „Psychose (Schizophrenie?)“.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In weiteren Vernehmungen bestritt Charms, Verbrechen gegenüber der Sowjetunion ausgeübt zu haben. Am 2. September wurde er in die benachbarte Gefängnispsychiatrie überstellt und dort am 10. September erneut für geisteskrank erklärt. Dieser Befund stützt sich auf das Gutachten vom Herbst 1939, als Charms eine Schizophrenie simulierte, um vom Dienst im <a href="Winterkrieg" title="Winterkrieg">Sowjetisch-Finnischen Krieg</a> befreit zu werden. Damit hätte Charms entlassen werden müssen, am 26. November 1941 belastete ihn jedoch eine NKWD-Agentin schwer. Die Anklage am 7. Dezember lautete:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Aufgrund des Resultats der gerichtspsychiatrischen Untersuchung vom 10.IX.1941 wird der Angeklagte Juvačëv-Charms in der ihm zur Last gelegten Schuld für geisteskrank und unzurechnungsfähig erklärt. [… Er] hat sich bis zu seiner völligen Genesung in eine psychiatrische Heilanstalt zur <a href="Unterbringung" title="Unterbringung">Zwangsheilung</a> zu begeben.“<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Mitte Dezember erfolgte die Einweisung Charms’ in die psychiatrische Anstalt des Leningrader <a href="Kresty-Gef%C3%A4ngnis" title="Kresty-Gefängnis">Kresty-Gefängnisses</a>. Seine Ehefrau konnte ihn aus Unkenntnis seines Aufenthalts erst im Februar 1942 besuchen. Bei der Anmeldung erhielt sie die Auskunft: „Gestorben am zweiten Februar.“<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die mutmaßliche Todesursache während der <a href="Leningrader_Blockade" title="Leningrader Blockade">Leningrader Blockade</a> ist <a href="Dystrophie" title="Dystrophie">Unterernährung</a>. Sterbe- und Bestattungsort sind unbekannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Überlieferungs-_und_Publikationsgeschichte"><span id=".C3.9Cberlieferungs-_und_Publikationsgeschichte"></span>Überlieferungs- und Publikationsgeschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="1941_bis_1988:_Die_Kunst_ist_im_Schrank">1941 bis 1988: Die Kunst ist im Schrank</h3></div>
<p>Charms’ Aufzeichnungen blieben nach Auszug seiner Ehefrau in der Kommunalka.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im September zerstörte eine Bombe einen Teil des Hauses, woraufhin Druskin im Oktober gemeinsam mit Charms’ Ehefrau alle Manuskripte zusammensuchte und sie in seine Wohnung brachte.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Druskin von Charms’ Tod erfuhr, den er zunächst nicht glauben wollte, schrieb er am 10. Februar 1942 in sein Tagebuch: „In der letzten Zeit sprach D. I. über das Opfer. Wenn sein Tod ein Opfer ist, dann ein allzu großes. Jetzt verpflichtet es.“<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Juni 1942 wurde er in den <a href="Ural" title="Ural">Ural</a> evakuiert, nahm die Manuskripte mit,<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und versteckte sie nach seiner Rückkehr 1944 ins befreite Leningrad – neben denen von Charms auch die von Wwedenski und Nikolai Oleinikow – in einem Schrank unter einem Haufen alter Bücher, aus Angst vor Verfolgung, aber in den ersten 15 Jahren auch in der Hoffnung auf Rückkehr der Verhafteten.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den 1960er Jahren begann er die Manuskripte den Literaturwissenschaftlern Michail Meilach, den er über seinen Bruder kennengelernt hatte, und Anatoli Alexandrow zu zeigen, deren Abschriften sich im Untergrund verbreiteten („<a href="Samisdat" title="Samisdat">Samisdat</a>“). Der amerikanische Slawist George Gibian wollte sie im Ausland drucken lassen, was Druskin ablehnte, da er auf eine Veröffentlichungsmöglichkeit im eigenen Land hoffte. Dennoch erschien 1971 ein von Gibian herausgegebener englischsprachiger Band und drei Jahre später in Würzburg einer auf Russisch. Mit dem Ergebnis unzufrieden, stimmte Druskin schließlich einer Publikation im Ausland zu. Von 1978 bis 1980 erschienen in Bremen die von Meilach und Wladimir Erl edierten ersten drei Bände der ersten russischsprachigen <a href="Gesamtausgabe" title="Gesamtausgabe">Werkausgabe</a>. Der in Leningrad lebende Meilach musste u. a. wegen dieser Herausgeberschaft vier Jahre im <a href="Perm-36-Gulag-Museum" title="Perm-36-Gulag-Museum">Arbeitslager <i>Perm 36</i></a> verbringen.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach seiner vorzeitigen Entlassung während der Perestrojka gab er 1988 in Bremen den vierten Band heraus – zeitgleich mit der ersten sowjetischen Ausgabe von Alexandrow.
</p><p>Kurz vor seinem Tod überließ Druskin 1978 die Originalmanuskripte öffentlichen Einrichtungen: Die Kinderliteratur dem <a href="Puschkinhaus_(Sankt_Petersburg)" title="Puschkinhaus (Sankt Petersburg)">Puschkinhaus</a> und die Erwachsenenliteratur der <a href="Russische_Nationalbibliothek" title="Russische Nationalbibliothek">Nationalbibliothek</a> in Leningrad, jedoch nicht die privaten Aufzeichnungen wie Tagebücher oder Briefe. Weitere Texte in kleinerem Umfang befanden sich auch noch bei anderen in Privatbesitz.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anfang der 1990er Jahre tauchte ein Teil verloren geglaubter Gedichte, Briefe und Tagebuchnotizen in der <a href="Gossudarstwennoje_Polititscheskoje_Uprawlenije" class="mw-redirect" title="Gossudarstwennoje Polititscheskoje Uprawlenije">OGPU-Akte</a> der Verhaftung von 1931 auf.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zweite_russische_Avantgarde">Zweite russische Avantgarde</h3></div>
<p>Charms’ Schicksal gleicht dem vieler Schriftsteller der Sowjetunion, deren Literatur in eine in unterschiedlichem Grad unterdrückte Inlandsliteratur und in eine freie Auslandsliteratur geteilt war. Die <a href="Entstalinisierung" title="Entstalinisierung">Entstalinisierung</a> brachte Ende der 1950er Jahre ein <a href="Tauwetter-Periode" title="Tauwetter-Periode">kulturelles <i>Tauwetter</i></a>, das 1964 mit <a href="Nikita_Sergejewitsch_Chruschtschow" title="Nikita Sergejewitsch Chruschtschow">Nikita Chruschtschows</a> Sturz endete. Im gleichen Jahr, in dem von <a href="Alexander_Issajewitsch_Solschenizyn" title="Alexander Issajewitsch Solschenizyn">Alexander Solschenizyn</a> der Roman <i><a href="Ein_Tag_im_Leben_des_Iwan_Denissowitsch" title="Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch">Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch</a></i> erschien, erreichte die Schriftstellerin und Kinderbuchautorin <a href="Lidija_Kornejewna_Tschukowskaja" title="Lidija Kornejewna Tschukowskaja">Lidija Tschukowskaja</a> die Neuauflage von Charms’ Kinderbuch <i>Igra. Stichi dlja detej</i> (dt. „Spiel. Gedichte für Kinder“). 1967 kam der Sammelband <i>Čto eto bylo?</i> (dt. „Was war das?“) heraus. Viele seiner Gedichte und Erzählungen wurden auch als Einzelbeiträge gedruckt und machten ihn damit einer weiteren Generation von Kindern bekannt.<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der <a href="Literaturnaja_gaseta" title="Literaturnaja gaseta">Literaturnaja gaseta</a> wurden 1967 Charms’ Anekdoten über <a href="Alexander_Sergejewitsch_Puschkin" title="Alexander Sergejewitsch Puschkin">Puschkin</a> veröffentlicht.<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im gleichen Jahr lud <a href="Juri_Michailowitsch_Lotman" title="Juri Michailowitsch Lotman">Juri Lotman</a> Alexandrow und Meilach ein, Gedichte auf einer studentischen philologischen Konferenz in <a href="Tartu" title="Tartu">Tartu</a> vorzustellen,<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die unter den Slawisten positiv aufgenommen wurden.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der öffentlichen Wahrnehmung blieb Charms bis Ende der 1980er Jahre ein humoristischer Autor für Kinder.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im privaten Raum formte sich dagegen eine zweite russische Avantgarde, bei der sich Abschriften der verbotenen Autoren verbreiteten. Einer der führenden Vertreter, der Moskauer <a href="Wsewolod_Nikolajewitsch_Nekrassow" title="Wsewolod Nikolajewitsch Nekrassow">Wsewolod Nekrassow</a>, erinnert sich:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Die hand- oder maschinenschriftlichen Gedichte <a href="Boris_Leonidowitsch_Pasternak" title="Boris Leonidowitsch Pasternak">Pasternaks</a>, <a href="Marina_Iwanowna_Zwetajewa" title="Marina Iwanowna Zwetajewa">Zwetajewas</a>, Charms’ oder Mandelstams wurden doch tatsächlich in der Mitte der fünfziger Jahre gelegentlich noch bei dem ein oder anderen in Vorratsdosen zusammen mit Getreidekörnern aufbewahrt. Ist das komisch oder schrecklich? […] Für den Fall aber, daß von den Hinterlassenschaften etwas aufflog, konnten die Gedichte mit einem jähen Klopfen an der Tür in Angst und Schrecken versetzen, in Unterredungen verwickeln und zu Informanten treiben – das kam auch vor. Mit einem Wort, unter solch angsterfüllter Beziehung zum Manuskript gab es nichts zu lachen.“<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>In Moskau verbreiteten sich u. a. von <a href="Ilja_Kabakow" title="Ilja Kabakow">Ilja Kabakow</a> Charms’ Texte. Der Konzeptkünstler Wiktor Piwowarow, dessen Schreiben und Zeichnen von Charms’ beeinflusst wurde,<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> beschreibt die Atmosphäre Anfang der 1970er Jahre:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Eine dieser verhältnismäßig umfangreichen Abschriften von Gedichten, Erzählungen und der <i>Elizaveta Bam</i> hatte jemand Kabakov geschenkt, und wir lasen sie mit Begeisterung laut vor. Überhaupt waren das Jahre von Charms, die Empfindung des fröhlich-düsteren Absurden lag in der Luft.“<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>1977 wurde ein aufwendiger Samisdat-Band von dem Moskauer Waleri Abramkin hergestellt, dessen Textgestalt dank Alexandrow vergleichsweise gut war.<sup id="cite_ref-75" class="reference"><a href="#cite_note-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Flug_in_den_Himmel_ab_1988?"><span id="Flug_in_den_Himmel_ab_1988.3F"></span>Flug in den Himmel ab 1988?</h3></div>
<p>Die <a href="Perestrojka" class="mw-redirect" title="Perestrojka">Perestrojka</a> ermöglichte 1988 die erste Ausgabe von Charms’ Werk auf sowjetischem Boden, die mit dem Titel <i>Flug in den Himmel</i> erschien.<sup id="cite_ref-76" class="reference"><a href="#cite_note-76"><span class="cite-bracket">[</span>76<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine größere Verbreitung gelang zunächst nicht, da die ökonomische Situation nur kleine Auflagen erlaubte. Zusätzlich erschwerte die jahrzehntelange verstreute Aufbewahrung der Manuskripte der verfolgten Oberiuten Sammelpublikationen sehr. Für Meilach ging die Veröffentlichung privater Aufzeichnungen, denen Charms niemals zugestimmt hätte, zu weit. Scharfzüngig kritisierte er die „primitiv-freudianischen Deutungen“, die manche Briefe und Tagebucheinträge hervorriefen.<sup id="cite_ref-77" class="reference"><a href="#cite_note-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwischen 1994 und 2010 erschienen Ausgaben mit Texten der Oberiuten ohne die von Wwedenski, da sich Wladimir Glozer, der Sohn seiner zweiten Ehefrau, das Urheberrecht sicherte und hohe Geldsummen forderte.<sup id="cite_ref-78" class="reference"><a href="#cite_note-78"><span class="cite-bracket">[</span>78<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Sohn aus der zweiten Ehe von Charms’ Frau strengte dagegen eine Urheberrechtsklage vor einem deutschen Gericht an: In einem Urteil vom September 2011 wurde die Verbreitung der Übersetzungen Urbans, die in der <a href="Friedenauer_Presse" title="Friedenauer Presse">Friedenauer Presse</a> veröffentlicht wurden, wegen Wiederaufleben des Urheberrechts untersagt.<sup id="cite_ref-79" class="reference"><a href="#cite_note-79"><span class="cite-bracket">[</span>79<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Urheberrechtsfrage wird kontrovers beurteilt: Während Meilach Glozer als prozesssüchtig bezeichnet,<sup id="cite_ref-80" class="reference"><a href="#cite_note-80"><span class="cite-bracket">[</span>80<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sieht <a href="Alexander_Nitzberg" title="Alexander Nitzberg">Alexander Nitzberg</a> in ihm den Sicherer von Urheberrechten inmitten „zahlloser Raubdrucke und kommerzieller Ausbeutung“.<sup id="cite_ref-81" class="reference"><a href="#cite_note-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Charms schrieb ausschließlich <a href="Autograph" title="Autograph">mit der Hand</a>. Sein Nachlass besteht aus über dreißig Heften, Notizbüchern und unzähligen Einzelblättern unterschiedlichster Herkunft: Kalender, Telegrammformulare und andere Vordrucke jeglicher Art wie beispielsweise bürokratische und propagandistische Materialien, Friedhofsformulare oder Rechnungen. Charms hat nichts weggeworfen, daher sind Texte im Entwurfsstadium ebenso erhalten wie abgeschlossene Fassungen.<sup id="cite_ref-82" class="reference"><a href="#cite_note-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Da er nur sehr wenige Textzyklen wie beispielsweise die <i>Fälle</i> angeordnet hat, müssen die Herausgeber die Texte zusammenstellen.
</p><p>Mit orthographisch abweichenden Schreibweisen, bei denen nicht immer klar ist, ob sie beabsichtigt sind, wurde in den russischen Editionen unterschiedlich umgegangen: Michail Meilach und Alexander Kobrinski korrigierten Schreibfehler, die sie für unbeabsichtigt hielten, und wiesen im <a href="Textkritischer_Apparat" title="Textkritischer Apparat">textkritischen Apparat</a> darauf hin, während Wladimir Glozer und Waleri Saschin die Texte punktgenau wiedergeben wollten, was ihnen nicht immer gelang.<sup id="cite_ref-83" class="reference"><a href="#cite_note-83"><span class="cite-bracket">[</span>83<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Praxis führte unter den Herausgebern zu manchmal heftigen Diskussionen über den adäquaten Umgang mit den Originalmanuskripten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Werk">Werk</h2></div>
<p>Charms’ Texte unterscheiden sich von allem, was damals gedruckt wurde.<sup id="cite_ref-84" class="reference"><a href="#cite_note-84"><span class="cite-bracket">[</span>84<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sein schriftstellerischer Nachlass umfasst die meisten <a href="Gattung_(Literatur)" title="Gattung (Literatur)">literarischen Gattungen</a>: Prosa, Gedichte, Theaterstücke, Anekdoten, Märchen, Dialoge, Kurz- und Kürzestgeschichten sowie Tagebucheinträge, Briefe und Zeichnungen. Charakteristisch ist die Kürze seiner Texte, der längste erreicht die Länge einer Kurzgeschichte. Übereinstimmend wird in der <a href="Literaturwissenschaft" title="Literaturwissenschaft">Literaturwissenschaft</a> ab 1932 eine poetologische Neuorientierung festgestellt,<sup id="cite_ref-85" class="reference"><a href="#cite_note-85"><span class="cite-bracket">[</span>85<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die mit der Erfahrung der Verbannung und dem Auftrittsverbot erklärt wird. In einer neueren Untersuchung wird sein Frühwerk zusätzlich in eine Wort- und Lautorientierte sowie in eine theatralisierte Dichtung unterschieden.<sup id="cite_ref-86" class="reference"><a href="#cite_note-86"><span class="cite-bracket">[</span>86<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Laut-_und_Wortorientierte_Dichtung_der_1920er_Jahre">Laut- und Wortorientierte Dichtung der 1920er Jahre</h3></div>
<p>In dieser Phase wandte Charms die von Chlebnikow und Krutschonych entwickelten Techniken der Zerstörung der <a href="Semantik" title="Semantik">Wortbedeutung</a> durch <a href="Neologismus" title="Neologismus">Neologismen</a> und unkorrekte <a href="Wortstellung" title="Wortstellung">Satzstrukturen</a> an.<sup id="cite_ref-87" class="reference"><a href="#cite_note-87"><span class="cite-bracket">[</span>87<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Anlehnung an eine futuristische Kunstsprache wird sie auch <i>zaum’-Phase</i> genannt. In Charms’ Werk finden sich zaum’-Elemente bis etwa 1930, danach schrieb er nur noch vereinzelt zaum’-Gedichte.<sup id="cite_ref-88" class="reference"><a href="#cite_note-88"><span class="cite-bracket">[</span>88<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der zaum’-Lyrik werden vertraute semantische Zusammenhänge vorgetäuscht und dann aufgelöst wie beispielsweise in <i>Mit wem sind wir auf Wu</i> (russ. „S kem my na ky“) statt <i>Mit wem sind wir auf Du</i>.<sup id="cite_ref-89" class="reference"><a href="#cite_note-89"><span class="cite-bracket">[</span>89<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wort- und Klangeigenschaften spielen also eine wichtige Rolle. Typisch für Charms ist auch die Erfindung von magischen Wörtern und Zauberformeln wie <i>foken, poken, zoken, moken</i>.<sup id="cite_ref-90" class="reference"><a href="#cite_note-90"><span class="cite-bracket">[</span>90<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein titelloses Gedicht in Form eines Kinderreims vom Oktober 1929 zeigt die Zerstörtheit des Alltags, indem „nichts“ gesagt wird:<sup id="cite_ref-91" class="reference"><a href="#cite_note-91"><span class="cite-bracket">[</span>91<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="toptextcells">
<tbody><tr>
<td>
<dl><dd>Все все все деревья пиф</dd>
<dd>Все все все каменья паф</dd>
<dd>Вся вся вся природа пуф</dd></dl>
<dl><dd>Все все все девицы пиф</dd>
<dd>Все все все мужчины паф</dd>
<dd>Вся вся вся женитьба пуф</dd></dl>
<dl><dd>Все все все славяне пиф</dd>
<dd>Все все все евреи паф</dd>
<dd>Вся вся вся Россия пуф.</dd></dl>
</td>
<td>
<dl><dd>Bäume alle alle alle piff</dd>
<dd>Steine alle alle alle paff</dd>
<dd>Natur ganz ganz ganz puff</dd></dl>
<dl><dd>Mädchen alle alle alle piff</dd>
<dd>Männer alle alle alle paff</dd>
<dd>Ehe ganz ganz ganz puff</dd></dl>
<dl><dd>Slaven alle alle alle piff</dd>
<dd>Juden alle alle alle paff</dd>
<dd>Rußland ganz ganz ganz puff</dd></dl>
</td></tr></tbody></table>
<p>In der Ursprungsfassung beschrieb die letzte Strophe mit den Begriffen „Theater“, „Zeitschriften“ und „Kunst“ den kulturellen statt des gesellschaftlichen Zerfalls.<sup id="cite_ref-92" class="reference"><a href="#cite_note-92"><span class="cite-bracket">[</span>92<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Theatralisierte_Dichtung_(ab_1926_bis_1932)"><span id="Theatralisierte_Dichtung_.28ab_1926_bis_1932.29"></span>Theatralisierte Dichtung (ab 1926 bis 1932)</h3></div>
<p>In der sogenannten OBERIU-Phase bzw. oberiutischen Phase widmete Charms sich dem Theater. Sie begann um 1926 – als er sein Studium an der Filmabteilung aufnahm – und dauerte bis 1932. In seinem Text <i>Gegenstände und Figuren</i> (russ. „Predmety i figury“) setzt sich Charms mit dem Objekt und dem menschlichen Bewusstsein auseinander. Demnach besitzt jeder Gegenstand eine graphische Bedeutung, eine Zweckbestimmung, eine Bedeutung des emotionalen und eine Bedeutung des ästhetischen Einwirkens auf den Menschen. Die fünfte Bedeutung sei der freie Wille des Gegenstands.<sup id="cite_ref-93" class="reference"><a href="#cite_note-93"><span class="cite-bracket">[</span>93<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Beispiel führt Charms den Schrank ein: „Die fünfte Bedeutung des Schrankes – ist der Schrank.“ Mit dieser Umschreibung des Gegenstands als ein Spannungsverhältnis zwischen relativen und absoluten Wesen nimmt Charms die zentralen Aussagen vom Manifest der Oberiuten vorweg.<sup id="cite_ref-94" class="reference"><a href="#cite_note-94"><span class="cite-bracket">[</span>94<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Charakteristisch für seine Gedichte ist die in hohem Maße irreale und unverständliche Welt von Bildern, Gedanken, Objekten und Begriffen sowie ihr gehäufter dialogischer Aufbau,<sup id="cite_ref-95" class="reference"><a href="#cite_note-95"><span class="cite-bracket">[</span>95<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die Theatralisierung seines Schreibens wird an den dialogisierten Gedichten erkennbar.<sup id="cite_ref-96" class="reference"><a href="#cite_note-96"><span class="cite-bracket">[</span>96<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Theaterstück <i>Die Komödie der Stadt St. Petersburg</i> (1927) lässt ebenso wie das Theaterstück <i>Jelisaweta Bam</i> (Dezember 1927) keinen Handlungsstrang erkennen. In <i>Jelisaweta Bam</i> wird die Protagonistin, deren Name <a href="Onomatopoesie" title="Onomatopoesie">lautmalerisch</a> an eine Totenglocke denken lässt und mit dem Ausspruch <i>bambuwskoe poloschenie</i> (dt. „missliche Lage“) assoziiert wird,<sup id="cite_ref-97" class="reference"><a href="#cite_note-97"><span class="cite-bracket">[</span>97<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wegen Mordes angeklagt, von ihrem Mordopfer verhaftet und befragt, warum sie es umgebracht habe:
</p>
<table class="toptextcells">
<tbody><tr>
<td>
<dl><dd>Елизавета Бам: Почему?</dd>
<dd>Пётр Николаевич: Потому что вы лишены всякого голоса. Вы совер- шили гнусное преступление. Не вам мне говорить дерзости. Вы – преступница.</dd>
<dd>Елизавета Бам: Почему?</dd>
<dd>Пётр Николаевич: Что почему?</dd>
<dd>Елизавета Бам: Почему я преступница?</dd>
<dd>Пётр Николаевич: Потому что Вы лишены всякого голоса.</dd></dl>
</td>
<td>
<dl><dd>Jelisaweta Bam: Warum?</dd>
<dd>Pjotr Nikolajewitsch: Weil Sie die Stimme verloren haben. Sie haben ein widerwärtiges Verbrechen verübt. Es steht Ihnen nicht zu, Unverschämtheiten zu sagen. Sie sind eine Verbrecherin.</dd>
<dd>Jelisaweta Bam: Warum?</dd>
<dd>Pjotr Nikolajewitsch: Was warum?</dd>
<dd>Jelisaweta Bam: Warum ich eine Verbrecherin bin?</dd>
<dd>Pjotr Nikolajewitsch: Weil Sie jede Stimme verloren haben.<sup id="cite_ref-98" class="reference"><a href="#cite_note-98"><span class="cite-bracket">[</span>98<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></dd></dl>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Prosa_(1932_bis_1941)"><span id="Prosa_.281932_bis_1941.29"></span>Prosa (1932 bis 1941)</h3></div>
<p>Als <i>post-oberiutische Phase</i> bzw. <i>Charms’sche Phase</i> wird das Werk ab 1932 bezeichnet, in der er sich verstärkt der Prosa widmete. Da er nicht mehr öffentlich auftreten durfte, fiel die Kommunikation mit den Rezipienten weg. Privat- und Kunstleben verwoben sich aufs Engste, Gattungsgrenzen zwischen seinen Alltagsnotizen und dem künstlerischen Schaffen verschwimmen verstärkt.<sup id="cite_ref-99" class="reference"><a href="#cite_note-99"><span class="cite-bracket">[</span>99<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine Texte sind durch eine verhaltenere <a href="Gedankenlyrik" title="Gedankenlyrik">Gedankenlyrik</a> gekennzeichnet, in der er Stellung zu seinen Positionen bezieht. Der fragmentarische Charakter der Dichtung nimmt ab und die Themenbezogenheit zu.<sup id="cite_ref-100" class="reference"><a href="#cite_note-100"><span class="cite-bracket">[</span>100<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Themen der Prosa sind:<sup id="cite_ref-101" class="reference"><a href="#cite_note-101"><span class="cite-bracket">[</span>101<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>1931: metaphysisch-religiöse Suche: <i>Gebet vor dem Schlaf</i> (russ. „Molitva pered snom“)</li>
<li>1935: Hunger und Tod: <i>Schrecklicher Tod</i> (russ. „Strašnaja smert’“)</li>
<li>1937: Verlust von Freiheit und Bedrohung durch Gewalt: <i>Ich kann nicht fließend denken</i> (russ. „Ja plavno dumat’ ne mogu“)</li>
<li>1939: physische und psychische Verkrüppelung des Menschen: <i>Die Alte</i> (russ. „Starucha“)</li></ul>
<p>Das längste Prosastück mit der Länge einer Kurzgeschichte ist <i>Die Alte</i>. Die letzten beiden Erzählungen schrieb Charms am 9. und 10. Juni 1941: <i>Symphonie Nr. 2</i> und <i>Rehabilitierung</i>.<sup id="cite_ref-102" class="reference"><a href="#cite_note-102"><span class="cite-bracket">[</span>102<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am bekanntesten sind die <i>Fälle</i>, die Kontinuitäten zu seinem <a href="Slapstick" title="Slapstick">Slapstick</a>-Theater aufweisen. Urban hebt hervor, dass in dem im Herbst 1939 zusammengestellten Zyklus das Wechselspiel der Gattungen das eigentliche Ordnungsprinzip sei: Gedicht, Kurz- und Kürzestgeschichte, dramatischer Dialog und Anekdote ständen gleichberechtigt nebeneinander.<sup id="cite_ref-103" class="reference"><a href="#cite_note-103"><span class="cite-bracket">[</span>103<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der namensgebende Text der <i>Fälle</i> wurde am 22. August 1936 verfasst:
</p>
<table class="toptextcells">
<tbody><tr>
<td>
<dl><dd>Однажды Орлов объелся толченым горохом и умер. А Крылов, узнав об этом тоже умер. А Спиридонов умер сам собой. А жена Спиридонова упала с буфета и тоже умерла. А дети Спиридонова утонули в пруду. А бабушка Спиридонова спилась и пошла по дорогам. А Михайлов перестал причесываться и заболел паршой. А Круглов нарисовал даму с кнутом в руках и сошел с ума. А Перехрестов получил телеграфом четыреста рублей и так заважничал, что его вытолкали со службы.</dd></dl>
<dl><dd>Хорошие люди не умеют поставить себя на твердую ногу.</dd></dl>
</td>
<td>
<dl><dd>Eines Tages aß Orlow zu viel Erbsenpüree und starb. Und Krylow, der davon hörte, starb auch. Und Spiridonow starb von allein. Und Spiridonows Frau fiel vom Büffet und starb auch. Und Spiridonows Kinder ertranken im Teich. Und Spiridonows Großmutter geriet an die Flasche und wurde Landstreicherin. Und Michailow hörte auf, sich zu kämmen, und bekam Räude. Und Kruglow malte eine Dame mit einer Knute in der Hand und wurde verrückt. Und Perechrjostow erhielt telegrafisch vierhundert Rubel und wurde so hochnäsig, daß er aus dem Dienst flog.</dd></dl>
<dl><dd>Alles gute Menschen, die nicht Fuß fassen können.<sup id="cite_ref-104" class="reference"><a href="#cite_note-104"><span class="cite-bracket">[</span>104<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></dd></dl>
</td></tr></tbody></table>
<p>Texte dieser Phase zwingen ihre Leser in stark reduzierten Alltagsszenen, das Verschwinden von Menschen, den Tod, Essen und Postempfang gleichermaßen hinzunehmen. Der Slawist und Literaturwissenschaftler <a href="Wolfgang_Kasack" title="Wolfgang Kasack">Wolfgang Kasack</a> sieht in den Texten trotz des hohen Abstraktionsgrades eine Beschreibung der frühen Sowjetperiode:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Er erfaßte das Ausgeliefertsein, die Herabwürdigung auf das Materielle und die Entseelung der Existenz durch das Schaffen einer fiktionalen Welt automatisch funktionierender, einander entfremdeter Figuren, entpersönlichter (also auch ihre Individualität nicht bewahrender) Menschenlarven.“<sup id="cite_ref-105" class="reference"><a href="#cite_note-105"><span class="cite-bracket">[</span>105<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Das absurde Moment besteht oft darin, dass die Texte meist keine Pointe haben.<sup id="cite_ref-106" class="reference"><a href="#cite_note-106"><span class="cite-bracket">[</span>106<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Druskin hält drei Momente für wesentlich zum Verständnis von Charms’ Werk. „Die formale Absurdität, das Alogische der Situationen in seinen Texten wie auch der Humor waren Mittel zur Entlarvung des Lebens, Mittel zum Ausdruck der realen Absurdität“<sup id="cite_ref-107" class="reference"><a href="#cite_note-107"><span class="cite-bracket">[</span>107<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Charms sagte laut Druskin immer, dass es im Leben zwei erhabene Dinge gebe, den Humor und die Heiligkeit. Heiligkeit sei für Charms das echte Leben – das lebendige Leben gewesen. Mit dem Humor entlarvte er das unechte, erstarrte, bereits tote Leben, die tote Hülle des Lebens, die unpersönliche Existenz. Ein weiteres Moment sei sein Interesse für das Böse gewesen, ohne es moralisch zu bewerten. In seinen schrecklichen Erzählungen lache er darüber, indem er das Böse, die Beschränktheit, die Stumpfheit entlarve.
</p><p>Eine weitere Gruppe von Texten kann auf die Gespräche der Tschinary zurückgeführt werden, deren Diskurs Charms teils verfremdet, teils imitiert.<sup id="cite_ref-108" class="reference"><a href="#cite_note-108"><span class="cite-bracket">[</span>108<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Frage nach der Ernsthaftigkeit dieser philosophisch-wissenschaftlichen Untersuchungen lässt sich nicht immer eindeutig beantworten: „Insgesamt handelt es sich […] nicht so sehr um eine Verwissenschaftlichung der Kunst, […] als vielmehr um eine Verkunstung der Wissenschaft.“<sup id="cite_ref-109" class="reference"><a href="#cite_note-109"><span class="cite-bracket">[</span>109<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zeichnungen">Zeichnungen</h3></div>
<p>Charms hat viel gezeichnet.<sup id="cite_ref-110" class="reference"><a href="#cite_note-110"><span class="cite-bracket">[</span>110<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bereits vom Sechsjährigen berichtete die Mutter, dass er mit großer Konzentration Autos und Wasserleitungen konstruierte. Die ältesten erhaltenen Zeichnungen sind ein Zyklus aus sieben Bildern mit deutschen Titeln, die den Schöpfungsmythos darstellen,<sup id="cite_ref-111" class="reference"><a href="#cite_note-111"><span class="cite-bracket">[</span>111<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und die im Sommer nach der Rückkehr aus dem Gouvernement Saratow entstanden. Sie zeigen nicht nur das zeichnerische Talent, sondern auch die Frühreife des Dreizehnjährigen.<sup id="cite_ref-112" class="reference"><a href="#cite_note-112"><span class="cite-bracket">[</span>112<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verbreitung,_Rezeption_und_Interpretation"><span id="Verbreitung.2C_Rezeption_und_Interpretation"></span>Verbreitung, Rezeption und Interpretation</h3></div>
<p>Mit der ersten englischsprachigen Veröffentlichung setzte die wissenschaftliche Analyse der Texte der Oberiuten und damit auch der Charms’schen Texte in den USA in den 1970er Jahren ein. Dabei bestimmte die Auswahl der veröffentlichten Texte das Bild von Charms. Der Begriff des <a href="Absurdit%C3%A4t" title="Absurdität">Absurden</a> als Umschreibung von OBERIU wurde durch Gibians Veröffentlichung <i>Russia’s Lost Literature of the Absurd</i> 1971 geprägt. In der Folgezeit wurde OBERIU in der westlichen Forschung mit dem <i>Theater des Absurden</i> von <a href="Martin_Esslin" title="Martin Esslin">Martin Esslin</a> gleichgesetzt, obwohl Theaterstücke nur einen kleinen Teil ihrer Texte ausmachen.<sup id="cite_ref-113" class="reference"><a href="#cite_note-113"><span class="cite-bracket">[</span>113<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus dem gleichen Grund wurden Charms’ Prosastücke mit <a href="Samuel_Barclay_Beckett" class="mw-redirect" title="Samuel Barclay Beckett">Samuel Beckett</a> und <a href="Franz_Kafka" title="Franz Kafka">Franz Kafka</a> in Verbindung gebracht. Eine neuere Untersuchung der Texte der Oberiuten betont jedoch mit Rückgriff auf frühere Äußerungen, dass der religiös-spirituelle Hintergrund für die Interpretation wichtig sei.<sup id="cite_ref-114" class="reference"><a href="#cite_note-114"><span class="cite-bracket">[</span>114<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Den zeitgeschichtlichen Kontext rücken dagegen diejenigen in den Vordergrund, die in Charms’ Texten ein Abbild des absurden Stalinismus sehen. Kritisiert wurde daran, dass diese Lesart dem NKWD ähneln würde, der ebenso überall <a href="Subversion" title="Subversion">subversive</a> Botschaften gesehen habe.
</p><p>Charms’ Werk ist in die meisten Sprachen übersetzt worden, darunter auch Rumänisch, Hebräisch, Serbo-Kroatisch und Japanisch.
</p><p>Das Theaterstück <i>Jelisaweta Bam</i> wurde 1983 im Westberliner Künstlerhaus <a href="Bethanien_(Berlin)" title="Bethanien (Berlin)">Bethanien</a> bei den Berliner Festspielwochen das erste Mal in der BRD aufgeführt und erhielt positive Kritiken. Die erste größere positive Resonanz erhielt eine Montage aus Charms’ Erzählungen, Briefentwürfen, Dialogen und anderen Fragmenten des Berliner Zan Pollo Theaters, die mit Kritiken wie „Sensationelle Theaterarbeit“ oder „Theaterereignis der Saison“ bedacht wurde.<sup id="cite_ref-115" class="reference"><a href="#cite_note-115"><span class="cite-bracket">[</span>115<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den 1990er Jahren wurden seine Stücke durchschnittlich zwei Mal jährlich auf deutschen Bühnen gezeigt.
</p><p>In der Sowjetunion erschien die erste Dissertation zu OBERIU 1988,<sup id="cite_ref-116" class="reference"><a href="#cite_note-116"><span class="cite-bracket">[</span>116<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> seither war das Werk Charms Gegenstand unterschiedlicher Fragestellungen, darunter auch eine Habilitationsschrift aus dem Jahr 2006 zu den philosophischen und ästhetischen Grundlagen seines Werks. Die erste <a href="Monografie" title="Monografie">Monografie</a> erschien 1991 auf Französisch,<sup id="cite_ref-117" class="reference"><a href="#cite_note-117"><span class="cite-bracket">[</span>117<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und 1995 in Russland in einer russischen Übersetzung.<sup id="cite_ref-118" class="reference"><a href="#cite_note-118"><span class="cite-bracket">[</span>118<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Kenntnis des Lebens hält Druskin zum Verständnis des Werks von Charms für wesentlich.<sup id="cite_ref-119" class="reference"><a href="#cite_note-119"><span class="cite-bracket">[</span>119<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Urban verband daher 1992 erstmals die Texte mit konkreten politischen Ereignissen und zeigt am Dialog <i>Gibt es irgendetwas auf der Erde, das Bedeutung hätte</i> (russ. „Est’ li čto-nibud’ na zemle …“), dass dieser mit dem Wissen um die Verhaftung von Charms’ Freund Oleinikow 13 Tage zuvor anders gelesen werde.<sup id="cite_ref-120" class="reference"><a href="#cite_note-120"><span class="cite-bracket">[</span>120<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von den Oberiuten wurde Charms neben <a href="Konstantin_Konstantinowitsch_Waginow" title="Konstantin Konstantinowitsch Waginow">Konstantin Waginow</a> am häufigsten ins Deutsche übersetzt, überwiegend jedoch die Prosa.<sup id="cite_ref-121" class="reference"><a href="#cite_note-121"><span class="cite-bracket">[</span>121<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der BRD ist die Verbreitung seiner Werke eng mit <a href="Peter_Urban_(Autor)" title="Peter Urban (Autor)">Peter Urban</a> verbunden. Der Schriftsteller und Übersetzer entdeckte den Namen 1967 in einer tschechischen Literaturzeitung,<sup id="cite_ref-122" class="reference"><a href="#cite_note-122"><span class="cite-bracket">[</span>122<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und veröffentlichte 1968 in der Zeitschrift <a href="Kursbuch_(Zeitschrift)" title="Kursbuch (Zeitschrift)">Kursbuch</a> einige Prosastücke. 1970 gab er einen Sammelband basierend auf Samisdat-Texten mit Charms’ Werken heraus. Der erste englischsprachige Sammelband erschien 1971 in den USA, der erste russischsprachige 1974 in Deutschland. Die erste russischsprachige Werkausgabe erschien von 1978 bis 1988 in Deutschland; auf ihr basiert die erste umfangreiche deutschsprachige Ausgabe aus dem Jahr 1984 in der Übersetzung von Urban.<sup id="cite_ref-123" class="reference"><a href="#cite_note-123"><span class="cite-bracket">[</span>123<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der DDR wurden 1982 erstmals einige von Charms’ Märchen als Kinderbuch veröffentlicht und 1983 eine Auswahl seiner Texte für Erwachsene. Waleri Saschin brachte von 1997 bis 2002 die erste weitestgehend vollständige russischsprachige Gesamtausgabe in Russland heraus. Auf ihr basiert die vierbändige deutschsprachige Werkausgabe, die 2010 und 2011 im Galiani-Verlag erschien und u. a. von <a href="Alexander_Nitzberg" title="Alexander Nitzberg">Alexander Nitzberg</a> übersetzt wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Erinnerungskultur">Erinnerungskultur</h2></div>
<p>Der <a href="Asteroid" title="Asteroid">Asteroid</a> <a href="(6766)_Kharms" title="(6766) Kharms">(6766) Kharms</a> wurde nach ihm benannt.
</p><p>Charms wurde bis heute nicht juristisch rehabilitiert. Zwar erreichte seine Schwester 1960 die Aufhebung des Urteils von 1941, als jedoch 1989 das Moskauer Filmstudio einen Dokumentarfilm über Charms drehte und Nachforschungen über die genauen Todesumstände anstellte, erklärte die Presseabteilung des <a href="KGB" title="KGB">KGB</a> dem Filmteam in einer Stellungnahme, dass die Rehabilitation von 1960 ungültig sei, denn Charms hätte „als Geisteskrankem die inkriminierte Tat nicht zur Last gelegt werden dürfen“<sup id="cite_ref-124" class="reference"><a href="#cite_note-124"><span class="cite-bracket">[</span>124<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Da keine Straftat vorläge, gäbe es auch keinen Anlass zur Rehabilitation.
</p><p>Im Mai 1990 fand in Leningrad die Konferenz <i>OBERIU und Theater</i> statt. 2005 wurde anlässlich Charms’ 100. Geburtstag an dem Haus, in dem er zwischen 1925 und 1941 lebte, auf Initiative des <a href="Dmitri_Sergejewitsch_Lichatschow" title="Dmitri Sergejewitsch Lichatschow">Dmitri-Lichatschow</a>-Fonds und des Kulturausschusses von St. Petersburg eine Gedenktafel angebracht. Ihr Text „Ein Mensch ging aus dem Haus“ soll an Charms’ Verhaftung im Hof erinnern.<sup id="cite_ref-125" class="reference"><a href="#cite_note-125"><span class="cite-bracket">[</span>125<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im gleichen Jahr fand in St. Petersburg vom 24. bis zum 26. Juni 2005 eine Internationale wissenschaftliche Konferenz statt, die mit einem internationalen Charms-Festival endete.
</p><p>Kasack schließt sein Porträt von Daniil Charms mit den Worten:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Der Umstand, daß das Schaffen von Charms in Rußland und im Ausland erst lange nach seiner staatlichen Ermordung zugänglich war, ist tragisch, aber die positive Beurteilung und der Einfluß seiner Werke Jahrzehnte nach ihrem Entstehen beweisen die Gültigkeit dieser durch so viel Leid erkauften Dichtung.“<sup id="cite_ref-126" class="reference"><a href="#cite_note-126"><span class="cite-bracket">[</span>126<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Auswahl_an_Publikationen_(posthum)"><span id="Auswahl_an_Publikationen_.28posthum.29"></span>Auswahl an Publikationen (posthum)</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Russischsprachige_Ausgaben">Russischsprachige Ausgaben</h3></div>
<ul><li>George Gibian (Hrsg.): <i>Izbrannoe.</i> Jal. Würzburg 1974, ISBN 3-7778-0115-1.</li>
<li>Michail Mejlach, Vladimir Erl’ (Hrsg.): <i>Sobranie proizvedenij. Stichotvorenija 1926–1929. Komedija goroda Peterburga.</i> K-Presse. Bremen 1978.</li>
<li>Michail Mejlach, Vladimir Erl’ (Hrsg.): <i>Sobranie proizvedenij. Stichotvorenija 1929–1930.</i> K-Presse. Bremen 1978.</li>
<li>Michail Mejlach, Vladimir Erl’ (Hrsg.): <i>Sobranie proizvedenij. Stichotvorenija 1931–1933. Lapa. Gvidon.</i> K-Presse. Bremen 1980.</li>
<li>Michail Mejlach, Vladimir Erl’ (Hrsg.): <i>Sobranie proizvedenij. Stichotvorenija 1933–1939.</i> K-Presse. Bremen 1988.</li>
<li>Anatolij A. Aleksandrov (Hrsg.): <i>Polet v nebesa. Stichi. Proza. Dramy. Pis’ma. Sovetskij Pisatel’.</i> Moskau 1988, ISBN 5-265-00255-3.</li>
<li>Valerij N. Sažin (Hrsg.): <i>Polnoe sobranie sočinenij. Stichotvorenija.</i> Akademičeskij Proekt, St. Petersburg 1997, ISBN 5-7331-0032-X.</li>
<li>Valerij N. Sažin (Hrsg.): <i>Polnoe sobranie sočinenij. Proza i scenki, dramatičeskie proizvedenija.</i> Akademičeskij Proekt, St. Petersburg 1997, ISBN 5-7331-0059-1.</li>
<li>Valerij N. Sažin (Hrsg.): <i>Polnoe sobranie sočinenij. Proizvedenija dlja detej.</i> Akademičeskij Proekt, St. Petersburg 1997, ISBN 5-7331-0060-5.</li>
<li>Valerij N. Sažin (Hrsg.): <i>Polnoe sobranie sočinenij. Neizdannyj Charms. Traktaty i stati, pis’ma, dopolnenija k t. 1–3.</i> Akademičeskij Proekt, St. Petersburg 2001, ISBN 5-7331-0151-2.</li>
<li>Valerij N. Sažin (Hrsg.): <i>Polnoe sobranie sočinenij. Zapisnye knižki. Dnevnik. Tom 1.</i> Akademičeskij Proekt, St. Petersburg 2002, ISBN 5-7331-0166-0.</li>
<li>Valerij N. Sažin (Hrsg.): <i>Polnoe sobranie sočinenij. Zapisnye knižki. Dnevnik. Tom 2.</i> Akademičeskij Proekt, St. Petersburg 2002, ISBN 5-7331-0174-1.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschsprachige_Ausgaben">Deutschsprachige Ausgaben</h3></div>
<p><b>Übersetzt von Peter Urban</b>
</p>
<ul><li><i>Fälle. Prosa, Szenen, Dialoge.</i> <a href="S._Fischer_Verlag" title="S. Fischer Verlag">Fischer</a>, Frankfurt am Main 1970.</li>
<li><i>Geschichten von Himmelkumov und anderen Persönlichkeiten.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1983, ISBN 3-921592-17-8.</li>
<li><i>Fälle. Szenen, Gedichte, Prosa.</i> <a href="Haffmans_Verlag" title="Haffmans Verlag">Haffmans Verlag</a>, Zürich 1984, ISBN 3-251-00051-9.</li>
<li><i>Fallen. Prosa, Szenen, Kindergeschichten, Briefe.</i> <a href="Haffmans_Verlag" title="Haffmans Verlag">Haffmans Verlag</a>, Zürich 1985, ISBN 3-251-00065-9.</li>
<li><i>Briefe aus Petersburg 1933.</i> <a href="Friedenauer_Presse" title="Friedenauer Presse">Friedenauer Presse</a>, Berlin 1988, ISBN 3-921592-46-1.</li>
<li><i>Die Kunst ist ein Schrank, Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> <a href="Friedenauer_Presse" title="Friedenauer Presse">Friedenauer Presse</a>, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4.</li>
<li><i>Theater! Fast alle Stücke.</i> <a href="Verlag_der_Autoren" title="Verlag der Autoren">Verlag der Autoren</a>, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-88661-178-7.</li>
<li><i>Fälle. Prosa, Szenen, Dialoge.</i> Friedenauer Presse, Berlin 2002, ISBN 3-932109-26-0. (deutlich erweiterte Ausgabe von 1970)</li>
<li><i><a href="Zirkus_Sardam" title="Zirkus Sardam">Zirkus Sardam</a>.</i> Marionetten-Theaterstück, Friedenauer Presse, Berlin 2002, ISBN 3-932109-27-9; mit einem Nachwort von Polina Barskova, Berlin : Friedenauer Presse, Matthes & Seitz, 2024, ISBN 978-3-7518-8016-9</li>
<li><i>Die Wanne des Archimedes. Gedichte.</i> Edition Korrespondenzen, Wien 2006, ISBN 3-902113-45-6.</li></ul>
<p><b>Übersetzt von Ilse Tschörtner</b>
</p>
<ul><li><i>Erstens und zweitens. Märchen.</i> <a href="Kinderbuchverlag_Berlin" title="Kinderbuchverlag Berlin">Kinderbuchverlag Berlin</a>, 1982 (Illustrationen von <a href="Erich_G%C3%BCrtzig" title="Erich Gürtzig">Erich Gürtzig</a>)</li>
<li><i>Paradoxes.</i> <a href="Verlag_Volk_und_Welt" title="Verlag Volk und Welt">Verlag Volk und Welt</a>, Berlin 1983. (Illustrationen von <a href="Horst_Hussel" title="Horst Hussel">Horst Hussel</a>)</li>
<li><i>Zwischenfälle.</i> Sammlung Luchterhand, München 2003, ISBN 3-630-62049-3. (Deutsche Erstausgabe: Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, ISBN 3-353-00605-2. 1. Taschenbuchausgabe: Fischer, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-596-11123-4)</li></ul>
<p><b>Übersetzt von Alexander Nitzberg</b>
</p>
<ul><li><i>Seltsame Seiten: Ausgewählte Gedichte und Geschichten für Kinder.</i> bloomsbury K&J, Berlin 2009, ISBN 978-3-8270-5355-8. (Übersetzt mit Andreas Tretner, Illustrationen von <a href="Vitali_Konstantinov" title="Vitali Konstantinov">Vitali Konstantinov</a>).</li>
<li><i>Charms Werk 02. Sieben Zehntel eines Kopfs. Gedichte.</i> Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-029-7.</li>
<li><i>Charms Werk 03. Wir hauen die Natur entzwei. Theaterstücke.</i> Galiani, Berlin 2011, ISBN 978-3-86971-030-3.</li></ul>
<p><b>Weitere Übersetzer</b>
</p>
<ul><li><i>Einfach Schnickschnack. Eto prosto erunda.</i> (deutsch-russisch), dtv, München 1995, ISBN 3-423-09326-9. (Übersetzt von Gisela und Michael Wachinger).</li>
<li><i>Erstens, Zweitens.</i> <a href="Carlsen_Verlag" title="Carlsen Verlag">Carlsen</a>, Hamburg 1996, ISBN 3-551-51456-9. (Übersetzt von Karel Alt).</li>
<li><i>Fälle.</i> (russisch-deutsch), Reclam, Nachdruck, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-009344-9. (Übersetzt von <a href="Kay_Borowsky" title="Kay Borowsky">Kay Borowsky</a>).</li>
<li><i>Charms Werk 01. Trinken Sie Essig, meine Herren. Prosa.</i> Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-025-9. (Übersetzt von Beate Rausch).</li>
<li><i>Charms Werk 04. Autobiografisches, Briefe, Essays.</i> Galiani, Berlin 2011, ISBN 978-3-86971-031-0. (Übersetzt von Beate Rausch).</li>
<li>Ulrike Damm (Hrsg.), Daniil Charms in Werken zeitgenössischer deutscher Künstler, Berlin 2013, ISBN 978-3-9815294-1-8.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hörbücher"><span id="H.C3.B6rb.C3.BCcher"></span>Hörbücher</h2></div>
<ul><li><i>Fälle</i> (gelesen von Peter Urban). Kein & Aber Records, Zürich 2003, ISBN 3-0369-1139-1. (Übersetzt von Peter Urban).</li>
<li><i>Einfach Schnickschnack</i> (gelesen von Inga Busch, Hermann Lause, <a href="Tilo_Pr%C3%BCckner" title="Tilo Prückner">Tilo Prückner</a>, Lou Hardt und vielen Kindern). Patmos 2007, ISBN 978-3-491-24107-7. (Übersetzt von Gisela und Michael Wachinger).</li>
<li><i>Wie schrecklich schwinden unsere Kräfte</i>, aus dem Russischen von <a href="Peter_Urban_(Autor)" title="Peter Urban (Autor)">Peter Urban</a>, gelesen von <a href="Ueli_J%C3%A4ggi" title="Ueli Jäggi">Ueli Jäggi</a>, <a href="Felix_von_Manteuffel" title="Felix von Manteuffel">Felix von Manteuffel</a>, Peter Urban, <a href="Andr%C3%A9_Jung" title="André Jung">André Jung</a> und Regie Fritz Zaugg; Christoph Merian, Basel 2010 (1 CD), ISBN 978-3-85616-443-0; <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/wie-schrecklich-schwinden-unsere-kraefte-von-daniil-charms?id=10252790">Einleitung Online auf SRF1</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hörspiele"><span id="H.C3.B6rspiele"></span>Hörspiele</h2></div>
<ul><li>1991: <i>Die alte Frau</i> – Regie: <a href="Ulrich_Gerhardt_(H%C3%B6rspielregisseur)" title="Ulrich Gerhardt (Hörspielregisseur)">Ulrich Gerhardt</a> (Hörspiel – <a href="Sender_Freies_Berlin" title="Sender Freies Berlin">SFB</a>/<a href="S%C3%BCddeutscher_Rundfunk" title="Süddeutscher Rundfunk">SDR</a>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Filme">Filme</h2></div>
<p><b>Verfilmungen des Werks (Russisch)</b>
</p>
<ul><li>1984: <i>Pljuch i Plich.</i> Zeichentrickfilm <a href="Plisch_und_Plum" title="Plisch und Plum">Plisch und Plum</a> von <a href="Wilhelm_Busch" title="Wilhelm Busch">Wilhelm Busch</a>, Übersetzung ins Russische: Daniil Charms</li>
<li>1987: <i>Slučaj Charmsa</i> (dt. „Der Fall Charms“), surrealistisches Drama, Regie: Slobodan Pešič</li>
<li>1989: <i>Klounada</i> (dt. „Clownerie“), absurde Tragikomödie, Regie: Dmitrij Frolov</li>
<li>1991: <i>Staru-cha-rmsa</i> (dt. „Die Alte Charms’“), Regie: Vadim Gems</li>
<li>1996: <i>Koncert dlja krysy</i> (dt. „Konzert für eine Ratte“, umgangssprachlich auch Schreiberseele), eine politische Absurdität, Regie: Oleg Kovalov</li>
<li>1999: <i>Upadanie</i> (dt. „Totlacherei“), Regie: Nikolaj Kovalev</li>
<li>2007: <i>Padenie v nebesa</i> (dt. „Fall in den Himmel“), Regie: Natal’ja Mitrošnaja</li>
<li>2009: <i>P’esa dlja mužčiny</i> (dt. „Theaterstück für einen Mann“), Regie: Vladimir Mirzoev</li>
<li>2010: <i>Charmonium</i> (dt. „Charmonium“), Zeichentrickfilm</li>
<li>2011: <i>Slučaj s borodoj</i> (dt. „Fall mit Bart“), Regie: Evgenij Šiperov</li></ul>
<p><b>Über Charms (Russisch)</b>
</p>
<ul><li>1989: <i>Strasti po Charmsu</i> (dt. „Leidenschaften/Schreckliches à la Charms“), Dokumentarfilm (Fernsehen), Regie: L. Kostričkin</li>
<li>2006: <i>Tri levych časa</i> (dt. „Drei linke Stunden“), Dokumentarfilm, Regie: Varvara Urizčenko</li>
<li>2008: <i>Rukopisi ne gorjat … fil’m 2-j. Delo Daniila Charmsa i Aleksandra Vvedenskogo</i> (dt. „Manuskripte brennen nicht… Teil 2. Der Fall Daniil Charms und Alexander Wwedenskij“), Dokumentarfilm, Regie: Sergej Goloveckij</li></ul>
<p><b>Über Charms (Deutsch)</b>
</p>
<ul><li>1996: <i>Charms Zwischenfälle.</i> Kinofilm, Regie: <a href="Michael_Kreihsl" title="Michael Kreihsl">Michael Kreihsl</a></li>
<li>2011: <i>Die Alte Frau.</i> Kinofilm, Regie: Ariane Mayer</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Theateraufführungen"><span id="Theaterauff.C3.BChrungen"></span>Theateraufführungen</h2></div>
<ul><li><i>Genosse K</i> – Schauspiel, Premiere am Teatre del Mar, Regie: Joan Carles Bellviure, 2009.<sup id="cite_ref-127" class="reference"><a href="#cite_note-127"><span class="cite-bracket">[</span>127<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Harms! Charms! Chardam!</i> – Theaterstück, Regie: Michail Lewitin, Premiere am „Hermitage“-Theater, Moskau, 1982, Wiederaufnahme 2008.<sup id="cite_ref-128" class="reference"><a href="#cite_note-128"><span class="cite-bracket">[</span>128<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Jelisaweta Bam</i> – Theaterstück, Regie: Fjodor Suchow, basierend auf dem gleichnamigen Stück von Daniil Charms, Premiere am „Theater am Ufer“, 1989, Wiederaufnahme 2009.<sup id="cite_ref-129" class="reference"><a href="#cite_note-129"><span class="cite-bracket">[</span>129<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Das weiße Schaf</i> – Theaterstück, Drehbuch und Regie: Michail Lewitin, Premiere am Moskauer „Hermitage“-Theater, 2000.<sup id="cite_ref-130" class="reference"><a href="#cite_note-130"><span class="cite-bracket">[</span>130<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Daniil Charms. Die SDYGR APPR Geschichte</i> – Monolog von Alexander Luschin, basierend auf Charms’ Werken und Tagebüchern, Regie: Juri Wassiljew, Premiere am „Such Theater“ (St. Petersburg), 2012.<sup id="cite_ref-131" class="reference"><a href="#cite_note-131"><span class="cite-bracket">[</span>131<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Die alte Frau</i> – Theaterstück, eine Zusammenarbeit zwischen Regisseur <a href="Robert_Wilson_(Regisseur)" title="Robert Wilson (Regisseur)">Robert Wilson</a> und den Schauspielern <a href="Willem_Dafoe" title="Willem Dafoe">Willem Dafoe</a> und <a href="Mikhail_Baryshnikov" title="Mikhail Baryshnikov">Michail Baryschnikow</a>, Premiere am Manchester International Festival, 2013.<sup id="cite_ref-132" class="reference"><a href="#cite_note-132"><span class="cite-bracket">[</span>132<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Klopf! Das Daniil-Charms-Projekt</i> – Theaterstück, Regie: Matthew Woods, Premiere am BCA Plaza Black Box Theatre, 2014.<sup id="cite_ref-133" class="reference"><a href="#cite_note-133"><span class="cite-bracket">[</span>133<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Charms</i> – Theaterstück basierend auf den Werken von Daniil Charms, Regie: Sergej Filatow, Uraufführung am Lensowet Akademischen Theater in St. Petersburg, 2015.<sup id="cite_ref-134" class="reference"><a href="#cite_note-134"><span class="cite-bracket">[</span>134<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Charms. Myr</i> – Theaterstück, Premiere am „Gogol Center“, Regie: Maksim Didenko, 2015.<sup id="cite_ref-135" class="reference"><a href="#cite_note-135"><span class="cite-bracket">[</span>135<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Keine Bilder erwartet</i> – Theaterstück, <a href="Les_Kurbas_Nationales_Zentrum_f%C3%BCr_Theaterkunst" title="Les Kurbas Nationales Zentrum für Theaterkunst">Les Kurbas Nationales Zentrum für Theaterkunst</a>, Regie und Adaption: <a href="Diana_Stein" title="Diana Stein">Diana Stein</a>, basierend auf Daniil Charms’ Novelle Die alte Frau, Premiere in Kyjiw, 2015.<sup id="cite_ref-136" class="reference"><a href="#cite_note-136"><span class="cite-bracket">[</span>136<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Eine verbleibende Stunde: Das Leben und Werk von Daniil Charms</i> – Theaterstück, Regie und Bühnenbild: Nicole Wilson, Premiere am Randolph Theatre, 2018.<sup id="cite_ref-137" class="reference"><a href="#cite_note-137"><span class="cite-bracket">[</span>137<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Die alte Frau</i> – Theaterstück, Regie: Sergej Schenowatsch, Premiere am Kleinen Dramatheater – Theater Europas, 2020.<sup id="cite_ref-138" class="reference"><a href="#cite_note-138"><span class="cite-bracket">[</span>138<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Jelisaweta Bam</i> – Tragische Farce, Russisches Staatstheater „Satirikon“ benannt nach Arkadi Raikin, Regie: Goscha Mnazakanow, Premiere in Moskau, 2022.<sup id="cite_ref-139" class="reference"><a href="#cite_note-139"><span class="cite-bracket">[</span>139<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Jelisaweta Bam</i> – Theaterstück, Premiere am Theater Plauen-Zwickau, Regie: Carlos Manuel, Zwickau, 2022.<sup id="cite_ref-140" class="reference"><a href="#cite_note-140"><span class="cite-bracket">[</span>140<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Charms</i> – Kammeroper, Premiere am <a href="Theater_L%C3%BCbeck" title="Theater Lübeck">Theater Lübeck</a>, Regie: <a href="Leon_Gurvitch" title="Leon Gurvitch">Leon Gurvitch</a>, 2024.<sup id="cite_ref-141" class="reference"><a href="#cite_note-141"><span class="cite-bracket">[</span>141<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Zwischenfälle</i> – Theaterstück, Premiere am <a href="Deutsches_Theater_Berlin" title="Deutsches Theater Berlin">Deutschen Theater</a>, Regie: <a href="Wolfram_Koch_(Schauspieler)" title="Wolfram Koch (Schauspieler)">Wolfram Koch</a>, Berlin, 2024.<sup id="cite_ref-142" class="reference"><a href="#cite_note-142"><span class="cite-bracket">[</span>142<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Zack. Eine Sinfonie</i> – Theaterstück, Premiere am Stuttgarter Schauspielhaus, Regie: <a href="Wolfram_Koch_(Schauspieler)" title="Wolfram Koch (Schauspieler)">Wolfram Koch</a>, 2025.<sup id="cite_ref-143" class="reference"><a href="#cite_note-143"><span class="cite-bracket">[</span>143<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstellungskataloge">Ausstellungskataloge</h2></div>
<ul><li>2017: <i>Begegnungen mit Daniil Charms.</i> Hrsg. Marlene Grau, Staats- u. Universitätsbibliothek Hamburg (in Kooperation mit Van Abbemuseum Eindhoven), ISBN 978-90-79393-20-6.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<p><b>Zur Biographie</b>
</p>
<ul><li>Marina Durnowo: <i>Mein Leben mit Daniil Charms. Erinnerungen.</i> Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-023-5.</li>
<li>Vladimir Glocer, Marina Durnovo: <i>Moj muž Daniil Charms.</i> IMA-Press, Moskau 2001, ISBN 5-901401-28-X.</li>
<li>Aleksandr Kobrinskij: <i>Daniil Charms.</i> Molodaja gvardija. Moskau 2008, ISBN 978-5-235-03118-0.</li>
<li>Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> (<i>Arco Wissenschaft</i> 20 <i>Sonderband</i>) Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1.</li>
<li>Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4. (Übersetzung privater Aufzeichnungen. Daten zu Leben und Werk auf S. 279–332.)</li></ul>
<p><b>Zum Werk</b>
</p>
<ul><li>Thomas Grob: <i>Daniil Charms’ unkindliche Kindlichkeit. Ein literarisches Paradigma der Spätavantgarde im Kontext der russischen Moderne.</i> Peter Lang, Bern u. a. 1994, ISBN 3-906752-63-1, (<i>Slavica Helvetica</i> 45), (Zugleich: Zürich, Univ., Diss., 1993).</li>
<li>Aleksandr Kobrinskij (Redakteur): <i>Stoletie Daniila Charmsa. Materialy meždunarodnoj naučnoj konferencii, posvjaščaennoj 100-letiju so dnja roždenija Daniila Charmsa.</i> IPS SPGUTD, St. Petersburg 2005, ISBN 5-7937-0171-0. (dt.: „100 Jahre Daniil Charms. Materialien der internationalen wissenschaftlichen Konferenz, gewidmet dem 100. Jahrestag des Geburtstags von Daniil Charms.“).</li>
<li>Ljubomir Stoimenoff: <i>Grundlagen und Verfahren des sprachlichen Experiments im Frühwerk von Daniil J. Charms.</i> Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1984, ISBN 3-8204-7434-X.</li></ul>
<p><b>Zu OBERIU</b>
</p>
<ul><li>Aleksandr S. Kušner: <i>Poety gruppy „OBERIU“.</i> Sovetskij pisatel’. St. Petersburg 1994, ISBN 5-265-02520-0.</li>
<li>Graham Roberts: <i>The last Soviet avant-garde. OBERIU – fact, fiction, metafiction.</i> Cambridge University Press, Cambridge 1997, ISBN 0-521-48283-6.</li>
<li>Lisanne Sauerwald: <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2.</li>
<li>Themenheft OBERIU der Zeitschrift: <i>Teatr.</i> Nr. 11, 1991, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220131-6885%22&key=cql">0131-6885</a></span></span>. (Speziell über Charms vgl. die S. 10–79.)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Daniil_Kharms?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Daniil Charms</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118520199">Literatur von und über Daniil Charms</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.umsu.de/charms">Gedichte, Geschichten, Biografie, Fotos und Zeichnungen (deutsch)</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://lib.ru/HARMS/">Erzählungen, Gedichte, Briefe, Tagebuchaufzeichnungen (russisch)</a></li>
<li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20030211020734/http://xarms.lipetsk.ru/gallery/gallery.html">Fotogalerie (Beschriftungen in Russisch)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 11. Februar 2003 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) 1. Reihe von links: Vater, Tante, 2 Kinderfotos; 2.–4. R.: Charms; 5. R.: Charms bei der Verhaftung 1941, Ester Rusakowa; 6. R.: Marina Malitsch, 2 Zeichnungen Charms’; 7. R.: Selbstporträts; 8. R.: verschiedene Zeichner</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Die unveröffentlichten, in der Literatur in Auszügen abgedruckten Briefe befinden sich im Staatlichen Archiv Tver’ „GATO“, Fond <i>Ivan Pavlovič Juvačov.</i></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 72.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 28.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 45.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 45.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Серафима ПОЛЯКОВА, научный сотрудник Музея изобразительных искусств РК: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.gov.karelia.ru/Karelia/1665/11.html">Алиса Порет и Даниил Хармс</a> (abgerufen am 14. Februar 2017).</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">So die Angabe von Igor Bachterew zitiert nach Ljubomir Stoimenoff: <i>Grundlagen und Verfahren des sprachlichen Experiments im Frühwerk von Daniil J. Charms.</i> <a href="Peter_Lang_AG" class="mw-redirect" title="Peter Lang AG">Peter Lang</a>, Frankfurt am Main u. a. 1984, ISBN 3-8204-7434-X, S. 15. So wurde er auch in der Anklage vom 7. Dezember 1941 <i>Juwatschow-Charms</i> genannt.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">In Publikationen existieren Aufzählungen der Pseudonyme: Z. B. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 32 und die dazugehörenden Fußnoten auf S. 478, Fußnoten 73–76.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Aleksandr Kobrinskij: <i>Daniil Charms.</i> Molodaja gvardija. Moskau 2008, ISBN 978-5-235-03118-0, S. 490. Das Gedicht heißt: <i>V ijule kak-to v delo naše</i> (dt. „Im Juli irgendwie, in unserem Sommer“).</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.umsu.de/charms/bilder/bilder.htm">Hier können Fotografien eingesehen werden. Der „Sherlock-Holmes-Stil“ wird an der Mütze und Pfeife deutlich. Abruf am 11. September 2011.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Aleksandr Kobrinskij: <i>Daniil Charms.</i> Molodaja gvardija. Moskau 2008, ISBN 978-5-235-03118-0, S. 490.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Dargelegt in Jakov Druskin: <i>Dnevniki.</i> Gumanitarnoe Agentstvo Akademičeskij Proekt. St. Petersburg 1999, ISBN 5-7331-0149-0, S. 508, Fußnote 48.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Marina Durnowo: <i>Mein Leben mit Daniil Charms. Erinnerungen.</i> Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-023-5, S. 56. Im Original lautet diese Passage: <i>Ja dumaju, čto ne sovsem nepravy te, kto govorit, čto u nego byla maska čudaka. Skorej vsego ego povedenie dejstvitel’no opredeljalos’ izbrannoj im maskoj, no, ja by skazala, očen’ estestvennoj, k kotoroj uže privykaeš’</i>: Vladimir Glocer, Marina Durnovo: <i>Moj muž Daniil Charms.</i> IMA-Press, Moskau 2001, ISBN 5-901401-28-X, S. 75 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Urban (Hrsg.): <i>Daniil Charms. Briefe aus St. Petersburg 1933.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1988, ISBN 3-921592-46-1, Editorische Notiz.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 26.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Marina Durnowo: <i>Mein Leben mit Daniil Charms. Erinnerungen.</i> Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-023-5, S. 50.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 97.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 284.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.freud-biographik.de/lenin.htm">Christfried Tögel: <i>Lenin und Freud: Zur Frühgeschichte der Psychoanalyse in der Sowjetunion.</i></a> Abruf am 21. September 2011.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.psychoanalytikerinnen.de/russland_geschichte.html">Brigitte Nölleke: <i>Geschichte der Psychoanalyse in Russland</i>, Abruf am 21. September 2011.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Valerij Sažin: <i>Daniil Charms sredi chudožnikov.</i> In: Jurij S. Aleksandrov (Hrsg.): <i>Risunki Charmsa.</i> St. Petersburg, Limbach 2006, ISBN 5-89059-079-0, S. 284.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20091207115604/http://anthropology.rinet.ru/old/4-93/lipavski1.htm">Protokolle</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 7. Dezember 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Mit ihm wurden Wwedenski, Grigori Petnikow, <a href="Ossip_Emiljewitsch_Mandelstam" title="Ossip Emiljewitsch Mandelstam">Ossip Mandelstam</a> u. a. ausgeschlossen. Vgl. Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 298.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Der Ausweis ist im Bildteil abgebildet in: Marina Durnowo: <i>Mein Leben mit Daniil Charms. Erinnerungen.</i> Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-023-5.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 63.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Zur ausführlichen Beschreibung des Abends vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 183–198.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 179. Das Autograph ist auf S. 182 abgedruckt.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Auf Russisch veröffentlicht z. B. in: Aleksandr S. Kušner: <i>Poety gruppy „OBERIU“.</i> Sovetskij Izdatel’, St. Petersburg 1994, ISBN 5-265-02520-0, S. 235 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Hörbuch <i>Wie schrecklich schwinden unsere Kräfte</i> Zirka Minute 35</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 303. Auf Russisch ist das Protokoll abgedruckt in: Aleksej Dmitrenko, Valerij Sažin (Hrsg.): <i>Sborišče druzej.</i> Band 2. Ladomir, Moskau 2000, ISBN 5-86218-265-9, S. 524 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a href="Olga_Martynova" title="Olga Martynova">Olga Martynova</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nzz.ch/articleEOKID-1.114367"><i>Die Quelle, aus der wir trinken. Entdeckung des Absurden – die Oberiuten sind die lebendigsten aller russischen Klassiker.</i></a> In: <i><a href="Neue_Z%C3%BCrcher_Zeitung" title="Neue Zürcher Zeitung">Neue Zürcher Zeitung</a>.</i> 17. Februar 2007,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 28. März 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADaniil+Charms&rft.title=Die+Quelle%2C+aus+der+wir+trinken.+Entdeckung+des+Absurden+%E2%80%93+die+Oberiuten+sind+die+lebendigsten+aller+russischen+Klassiker&rft.description=Die+Quelle%2C+aus+der+wir+trinken.+Entdeckung+des+Absurden+%E2%80%93+die+Oberiuten+sind+die+lebendigsten+aller+russischen+Klassiker&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2FarticleEOKID-1.114367&rft.creator=%5B%5BOlga+Martynova%5D%5D&rft.date=2007-02-17"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 245.</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gertraud Marinelli-König: <i>Russische Kinderliteratur in der Sowjetunion der Jahre 1920–1930.</i> Otto Sagner, München 2007, ISBN 978-3-87690-987-5, S. 46.</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 249.</span>
</li>
<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 249.</span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gertraud Marinelli-König: <i>Russische Kinderliteratur in der Sowjetunion der Jahre 1920–1930.</i> Otto Sagner, München 2007, ISBN 978-3-87690-987-5, S. 82.</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 65 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 66.</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Aleksandr Kobrinskij: <i>Daniil Charms.</i> Molodaja gvardija. Moskau 2008, ISBN 978-5-235-03118-0, S. 136 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Aleksandr Kobrinskij: <i>Daniil Charms.</i> Molodaja gvardija. Moskau 2008, ISBN 978-5-235-03118-0, S. 136.</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://s-marshak.ru/periodika/30/1935/02.htm">Deckblatt der Zeitschrift <i>Tschisch</i> mit der „Klugen Mascha“, Nr. 2, 1935</a> Abruf am 17. September 2011.</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. die Erinnerungen des Redaktionsmitglieds Nina Gernet (1904–1982) in <i>Daniil Charms. Zwischenfälle.</i> Sammlung Luchterhand, München 2003, ISBN 3-630-62049-3, S. 354.</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gertraud Marinelli-König: <i>Russische Kinderliteratur in der Sowjetunion der Jahre 1920–1930.</i> Otto Sagner, München 2007, ISBN 978-3-87690-987-5, S. 87.</span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">So die Erinnerungen der Kinderbuchautorin Nina Gernet (1904–1982) übersetzt von Lola Debüser in <i>Daniil Charms. Zwischenfälle.</i> Sammlung Luchterhand, München 2003, ISBN 3-630-62049-3, S. 359. Ähnlich äußert sich seine Frau in: Marina Durnowo: <i>Mein Leben mit Daniil Charms. Erinnerungen.</i> Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-023-5, S. 53 f. Erinnerungen in Russischer Sprache zitiert Thomas Grob: <i>Daniil Charms’ unkindliche Kindlichkeit. Ein literarisches Paradigma der Spätavantgarde im Kontext der russischen Moderne.</i> Lang, Bern u. a. 1994, ISBN 3-906752-63-1, S. 169, Fußnote 108.</span>
</li>
<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text">Marina Durnowo: <i>Mein Leben mit Daniil Charms. Erinnerungen.</i> Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-023-5, S. 54.</span>
</li>
<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert wird der Schriftsteller <a href="Jewgeni_Lwowitsch_Schwarz" title="Jewgeni Lwowitsch Schwarz">Jewgeni Schwarz</a> in Thomas Grob: <i>Daniil Charms’ unkindliche Kindlichkeit. Ein literarisches Paradigma der Spätavantgarde im Kontext der russischen Moderne.</i> Lang, Bern u. a. 1994, ISBN 3-906752-63-1, S. 166.</span>
</li>
<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">Dies wird an einem Briefentwurf von Charms an seine Schwester analysiert, in dem er ihrem Sohn zum Geburtstag gratulierte in Thomas Grob: <i>Daniil Charms’ unkindliche Kindlichkeit. Ein literarisches Paradigma der Spätavantgarde im Kontext der russischen Moderne.</i> Lang, Bern u. a. 1994, ISBN 3-906752-63-1, S. 167.</span>
</li>
<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Grob: <i>Daniil Charms’ unkindliche Kindlichkeit. Ein literarisches Paradigma der Spätavantgarde im Kontext der russischen Moderne.</i> Lang, Bern u. a. 1994, ISBN 3-906752-63-1, S. 169.</span>
</li>
<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Tagebucheintrag vom 1. Juni 1937. Abgedruckt in: Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 216.</span>
</li>
<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Aleksandr Kobrinskij: <i>Daniil Charms.</i> Molodaja gvardija. Moskau 2008, ISBN 978-5-235-03118-0, S. 381 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text">Daten und namentliche Nennung der Opfer in: Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 321–326.</span>
</li>
<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 227.</span>
</li>
<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 227.</span>
</li>
<li id="cite_note-54"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-54">↑</a></span> <span class="reference-text">Der Haftbefehl ist abgedruckt ab S. 592 mit dem Protokoll der Wohnungsdurchsuchung und Protokollen von Charms’ Befragung in: Aleksej Dmitrenko, Valerij Sažin (Hrsg.): <i>Sborišče druzej.</i> Band 2. Ladomir, Moskau 2000, ISBN 5-86218-265-9.</span>
</li>
<li id="cite_note-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-55">↑</a></span> <span class="reference-text">Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 416.</span>
</li>
<li id="cite_note-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-56">↑</a></span> <span class="reference-text">Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 416.</span>
</li>
<li id="cite_note-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-57">↑</a></span> <span class="reference-text">Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 419.</span>
</li>
<li id="cite_note-58"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-58">↑</a></span> <span class="reference-text">Marina Durnowo: <i>Mein Leben mit Daniil Charms. Erinnerungen.</i> Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-023-5, S. 87.</span>
</li>
<li id="cite_note-59"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-59">↑</a></span> <span class="reference-text">Bei der Verhaftung wurde wegen des Krieges und da sie nicht aus ideologischen Gründen erfolgte, kaum etwas konfisziert. Vgl. Michail Mejlach: <i>Vokrug Charmsa.</i> In: Aleksandr Kobrinskij (Redakteur): <i>Stoletie Daniila Charmsa. Materialy meždunarodnoj naučnoj konferencii, posvjaščaennoj 100-letiju so dnja roždenija Daniila Charmsa.</i> IPS SPGUTD, St. Petersburg 2005, ISBN 5-7937-0171-0, S. 132.</span>
</li>
<li id="cite_note-60"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-60">↑</a></span> <span class="reference-text">Zum Zeitpunkt vgl. die Tagebuchaufzeichnungen von Jakov Druskin: <i>Dnevniki.</i> Gumanitarnoe Agentstvo Akademičeskij Proekt. St. Petersburg 1999, ISBN 5-7331-0149-0, S. 506, Fußnote 44.</span>
</li>
<li id="cite_note-61"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-61">↑</a></span> <span class="reference-text">Im Original: „V poslednee vremja D. I. govoril o žertve. Esli ego smert’ – žertva, to sliškom bol’šaja. Sejčas ona objazyvaet.“ Jakov Druskin: <i>Dnevniki.</i> Gumanitarnoe Agentstvo Akademičeskij Proekt. St. Petersburg 1999, ISBN 5-7331-0149-0, S. 132.</span>
</li>
<li id="cite_note-62"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-62">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. die Tagebuchaufzeichnungen von Jakov Druskin: <i>Dnevniki.</i> Gumanitarnoe Agentstvo Akademičeskij Proekt. St. Petersburg 1999, ISBN 5-7331-0149-0, S. 506, Fußnote 44.</span>
</li>
<li id="cite_note-63"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-63">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Michail Mejlach: <i>Vokrug Charmsa.</i> In: Aleksandr Kobrinskij (Redakteur): <i>Stoletie Daniila Charmsa. Materialy meždunarodnoj naučnoj konferencii, posvjaščaennoj 100-letiju so dnja roždenija Daniila Charmsa.</i> IPS SPGUTD, St. Petersburg 2005, ISBN 5-7937-0171-0, S. 133.</span>
</li>
<li id="cite_note-64"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-64">↑</a></span> <span class="reference-text">Mejlach hatte u. a. auch noch Werke von Ossip Mandelstam herausgegeben. Vgl. Michail Mejlach: <i>Devjat’ posmertnych anekdotov Daniila Charmsa.</i> In: <i>Teatr.</i> Nr. 11, 1991, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220131-6885%22&key=cql">0131-6885</a></span></span>, S. 77.</span>
</li>
<li id="cite_note-65"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-65">↑</a></span> <span class="reference-text">Kryptonachlässe von Charms’ Texten befanden sich u. a. bei Aleksandr Tufanow, Nikolai Chardschiew, Gennadij Gor und Wladimir Glocer. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 608, Fußnote 15.</span>
</li>
<li id="cite_note-66"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-66">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 336.</span>
</li>
<li id="cite_note-67"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-67">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Aleksandr Kobrinskij: <i>Daniil Charms.</i> Molodaja gvardija. Moskau 2008, ISBN 978-5-235-03118-0, S. 5. 1968 erschien in der Nr. 8 der Literaturzeitschrift <i>Novyj mir</i> der Artikel <i>Vosvraščenie Charmsa</i> (dt. „Charms’ Rückkehr“) vgl. Gertraud Marinelli-König: <i>Russische Kinderliteratur in der Sowjetunion der Jahre 1920–1930.</i> Otto Sagner, München 2007, ISBN 978-3-87690-987-5, S. 86.</span>
</li>
<li id="cite_note-68"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-68">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Anekdoty iz žizni Puškina.</i> In: <i>Literaturnaja Gazeta.</i> 1967, Nr. 47.</span>
</li>
<li id="cite_note-69"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-69">↑</a></span> <span class="reference-text">Dazu erschien ein Aufsatz von Aleksandrov und Mejlach mit dem Titel: „Tvorčestvo Daniila Charmsa.“ In: <i>Materialy XXII Naučnoj Studenčeskoj konferencii. Poetika. Istorija literatury. Lingvistika.</i> Tartu, Tartuskij Gosudarstvennyj Universitet 1967, S. 101–104.</span>
</li>
<li id="cite_note-70"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-70">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 28, Fußnote 64.</span>
</li>
<li id="cite_note-71"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-71">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 458.</span>
</li>
<li id="cite_note-72"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-72">↑</a></span> <span class="reference-text">Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 427.</span>
</li>
<li id="cite_note-73"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-73">↑</a></span> <span class="reference-text">Viktor Pivovarov: <i>Vljublennyj agent.</i> Novoe literaturnoe obozrenie. Moskau 2001, ISBN 5-86793-152-8, S. 67 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-74"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-74">↑</a></span> <span class="reference-text">Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 433.</span>
</li>
<li id="cite_note-75"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-75">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Aleksandr Nikitaev: <i>Teatr.</i> Nr. 11, 1991, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220131-6885%22&key=cql">0131-6885</a></span></span>, S. 77.</span>
</li>
<li id="cite_note-76"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-76">↑</a></span> <span class="reference-text">Anatolij A. Aleksandrov (Hrsg.): <i>Polet v nebesa. Stichi. Proza. Dramy. Pis’ma.</i> Sovetskij Pisatel’. Moskau 1988, ISBN 5-265-00255-3.</span>
</li>
<li id="cite_note-77"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-77">↑</a></span> <span class="reference-text">Michail Mejlach: <i>Vokrug Charmsa.</i> In: Aleksandr Kobrinskij (Redakteur): <i>Stoletie Daniila Charmsa. Materialy meždunarodnoj naučnoj konferencii, posvjaščaennoj 100-letiju so dnja roždenija Daniila Charmsa.</i> IPS SPGUTD, St. Petersburg 2005, ISBN 5-7937-0171-0, S. 134.</span>
</li>
<li id="cite_note-78"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-78">↑</a></span> <span class="reference-text">Nach dem Tod Glozers 2009 erschien 2010 eine umfassende russischsprachige Wwedenski-Ausgabe. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://ria.ru/culture/20101125/300801114.html"><i>Pervyj sbornik poeta Vvedenskogo vychodit posle 17 let „molčanija“.</i> Abruf am 16. Oktober 2011.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-79"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-79">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert nach dem Volltext in <a href="Beck-Online" title="Beck-Online">Beck-Online</a>. Urteil vom OLG Köln vom 23. September 2011, Az. 6 U 66/11. Urteil der ersten Instanz vor dem LG Köln am 22. Dezember 2010, Az. 28 O 716/07.</span>
</li>
<li id="cite_note-80"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-80">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Michail Mejlach: <i>Vokrug Charmsa.</i> In: Aleksandr Kobrinskij (Redakteur): <i>Stoletie Daniila Charmsa. Materialy meždunarodnoj naučnoj konferencii, posvjaščaennoj 100-letiju so dnja roždenija Daniila Charmsa.</i> IPS SPGUTD, St. Petersburg 2005, ISBN 5-7937-0171-0, S. 142.</span>
</li>
<li id="cite_note-81"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-81">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Nitzberg in: <i>Charms Werk 01. Trinken Sie Essig, meine Herren. Prosa.</i> Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-025-9, S. 258.</span>
</li>
<li id="cite_note-82"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-82">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Michail Mejlach: <i>Vokrug Charmsa.</i> In: Aleksandr Kobrinskij (Redakteur): <i>Stoletie Daniila Charmsa. Materialy meždunarodnoj naučnoj konferencii, posvjaščaennoj 100-letiju so dnja roždenija Daniila Charmsa.</i> IPS SPGUTD, St. Petersburg 2005, ISBN 5-7937-0171-0, S. 134.</span>
</li>
<li id="cite_note-83"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-83">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 30.</span>
</li>
<li id="cite_note-84"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-84">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Wolfgang Kasack: <i>Russische Autoren in Einzelporträts.</i> Reclam (Universalbibliothek Nr. 9322), Ditzingen 1994, ISBN 3-15-009322-8, S. 92.</span>
</li>
<li id="cite_note-85"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-85">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Ljubomir Stoimenoff: <i>Grundlagen und Verfahren des sprachlichen Experiments im Frühwerk von Daniil J. Charms.</i> Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1984, ISBN 3-8204-7434-X, S. 124 und Vgl. Lisanne Sauerwald: <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 82.</span>
</li>
<li id="cite_note-86"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-86">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald: <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 74.</span>
</li>
<li id="cite_note-87"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-87">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald: <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 74.</span>
</li>
<li id="cite_note-88"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-88">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald: <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 75.</span>
</li>
<li id="cite_note-89"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-89">↑</a></span> <span class="reference-text">In der Übersetzung von Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 108.</span>
</li>
<li id="cite_note-90"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-90">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald: <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 75.</span>
</li>
<li id="cite_note-91"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-91">↑</a></span> <span class="reference-text">In der Übersetzung von Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 108.</span>
</li>
<li id="cite_note-92"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-92">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 506, Fußnote 37.</span>
</li>
<li id="cite_note-93"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-93">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Ljubomir Stoimenoff: <i>Grundlagen und Verfahren des sprachlichen Experiments im Frühwerk von Daniil J. Charms.</i> Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1984, ISBN 3-8204-7434-X, S. 32.</span>
</li>
<li id="cite_note-94"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-94">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Ljubomir Stoimenoff: <i>Grundlagen und Verfahren des sprachlichen Experiments im Frühwerk von Daniil J. Charms.</i> Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1984, ISBN 3-8204-7434-X, S. 33.</span>
</li>
<li id="cite_note-95"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-95">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Ljubomir Stoimenoff: <i>Grundlagen und Verfahren des sprachlichen Experiments im Frühwerk von Daniil J. Charms.</i> Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1984, ISBN 3-8204-7434-X, S. 45 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-96"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-96">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 80.</span>
</li>
<li id="cite_note-97"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-97">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Angela Martini-Wonde in Wolfgang Kasack (Hrsg.): <i>Hauptwerke der russischen Literatur. Einzeldarstellungen und Interpretationen.</i> Kindlers Neues Literaturlexikon. <a href="Kindler_Verlag" title="Kindler Verlag">Kindler</a>, München 1997, ISBN 3-463-40312-9, S. 477.</span>
</li>
<li id="cite_note-98"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-98">↑</a></span> <span class="reference-text">In der Übersetzung von Peter Urban: <i>Fallen. Prosa. Szenen. Kindergeschichten. Briefe.</i> Haffmans, Zürich 1992, ISBN 3-251-01153-7, S. 16.</span>
</li>
<li id="cite_note-99"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-99">↑</a></span> <span class="reference-text">Aufgezeigt wird dies am Beispiel eines Briefes und <i>Der Fall mit Petrakov.</i> In: Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 82.</span>
</li>
<li id="cite_note-100"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-100">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Ljubomir Stoimenoff: <i>Grundlagen und Verfahren des sprachlichen Experiments im Frühwerk von Daniil J. Charms.</i> Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1984, ISBN 3-8204-7434-X, S. 124 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-101"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-101">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Angela Martini-Wonde in Wolfgang Kasack (Hrsg.): <i>Hauptwerke der russischen Literatur. Einzeldarstellungen und Interpretationen.</i> Kindlers Neues Literaturlexikon. <a href="Kindler_Verlag" title="Kindler Verlag">Kindler</a>, München 1997, ISBN 3-463-40312-9, S. 476.</span>
</li>
<li id="cite_note-102"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-102">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 329.</span>
</li>
<li id="cite_note-103"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-103">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 337.</span>
</li>
<li id="cite_note-104"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-104">↑</a></span> <span class="reference-text">Übersetzung von <a href="Ilse_Tsch%C3%B6rtner" title="Ilse Tschörtner">Ilse Tschörtner</a> in: <i>Zwischenfälle.</i> Sammlung Luchterhand, München 2003, ISBN 3-630-62049-3, S. 15.</span>
</li>
<li id="cite_note-105"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-105">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfgang Kasack: <i>Russische Autoren in Einzelporträts.</i> Reclam (Universalbibliothek Nr. 9322), Ditzingen 1994, ISBN 3-15-009322-8, S. 92.</span>
</li>
<li id="cite_note-106"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-106">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 82.</span>
</li>
<li id="cite_note-107"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-107">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Urban (Hrsg.): <i>Die Kunst ist ein Schrank. Aus den Notizbüchern 1924–1940.</i> Friedenauer Presse, Berlin 1992, ISBN 3-921592-70-4, S. 5 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-108"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-108">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 82 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-109"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-109">↑</a></span> <span class="reference-text">Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 83 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-110"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-110">↑</a></span> <span class="reference-text">Jurij S. Aleksandrov (Hrsg.): <i>Risunki Charmsa.</i> St. Petersburg, Limbach 2006, ISBN 5-89059-079-0.</span>
</li>
<li id="cite_note-111"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-111">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.umsu.de/charms/bilder/bilder.htm">Hier sind die Zeichnungen „Der Tag“, „Astronom“ und „Das Wunder“ online einsehbar, Abruf am 9. September 2011.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-112"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-112">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gudrun Lehmann: <i>Fallen und Verschwinden. Daniil Charms. Leben und Werk.</i> Arco, Wuppertal u. a. 2010, ISBN 978-3-938375-21-1, S. 37.</span>
</li>
<li id="cite_note-113"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-113">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Ljubomir Stoimenoff: <i>Grundlagen und Verfahren des sprachlichen Experiments im Frühwerk von Daniil J. Charms.</i> Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1984, ISBN 3-8204-7434-X, S. 20 und Lisanne Sauerwald, <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 13.</span>
</li>
<li id="cite_note-114"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-114">↑</a></span> <span class="reference-text">Mit Angaben zu weiteren Autoren, die zu diesem Ergebnis kommen vgl. Lisanne Sauerwald: <i>Mystisch-hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden.</i> Ergon, Würzburg 2010, ISBN 978-3-89913-812-2, S. 393.</span>
</li>
<li id="cite_note-115"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-115">↑</a></span> <span class="reference-text">Swetlana Lukanitschewa: <i>Verfemte Autoren. Werke von Marina Cvetaeva, Michail Bulgakow, Aleksandr Vvedenskij und Daniil Charms auf den deutschen Bühnen der 90er Jahre.</i> Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-66040-6, S. 129.</span>
</li>
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